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Bürgerpreisträger
des Gemeinnützigen Vereins zu Travemünde e.V.
2013

Bürgerpreisträger des Gemeinnützigen Vereins zu Travemünde e.V. 2013 - Fritz Toelsner

Fritz Toelsner

ein Veränderungsmanager auf Sendung

„Bürgerpreisträger am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“  – das könnte ein geflügeltes Wort werden nach einem kurzweiligen morgendlichen Gespräch mit dem Bürgerpreisträger des Jahres 2013 Fritz Toelsner.

So viele Themen werden angesprochen – mit einem Lächeln berichtet Herr Toelsner von seiner Kindheit in Lübeck, den immer neuen beruflichen Herausforderungen und schließlich auch vom Radio, seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im „Unruhestand“ in Travemünde. Für diesen Einsatz zum Aufbau von Radio Travemünde hat er in diesem Jahr den Bürgerpreis des Gemeinnützigen Vereins erhalten.

„Change-Management“, Veränderungsmanagement ist ein Stichwort, das Teile des beruflichen Aufgabenfeldes von Fritz Toelsner bei der Telekom beschreibt. Darunter lassen sich „alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen“ * – und irgendwie ist er ein „Veränderungs-Manager“, der immer wieder neue Herausforderungen in seinem langen Berufsleben angenommen und positiv verändernd auf Strukturen in seinem Umfeld eingewirkt hat.

Geprägt hat ihn seine glückliche Kindheit in Lübeck, wo er mit seiner Familie im Füchtingshof lebte, mitten in der Lübecker Innenstadt mit der Verbindung zu einem der ältesten Lübecker Wohnprojekte für ältere Damen. Seine kommunikative Ader hat Fritz Toelsner vermutlich von seinem Vater und seinem Onkel geerbt, die auf so mancher Familienfeier im großen Kreis für die Unterhaltung der gesamten Gesellschaft sorgten.

Aus einer Handwerkerfamilie stammend begann sein beruflicher Weg als Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost, führte ihn über ein Studium der Nachrichtentechnik in nahezu alle Bereiche des Konzerns Telekom. Dabei konnte er den spannenden und nicht immer reibungsfreien Umbau des staatlichen Monopolbetriebes in einen internationalen Konzern auf den verschiedensten beruflichen Positionen mit erleben.

Wenn Fritz Toelsner davon erzählt, wird deutlich, wie sehr ihn die neuen Herausforderungen –sei es in Hamburg, Bonn oder Schwerin – gereizt haben. Auch seine persönlichen Schwerpunkte haben sich im Laufe der Jahre verschoben – aus dem Techniker wurde der Vertriebler und Manager. Die Grundeinstellung dazu beschreibt er so: „Der wichtigste Mensch für ein Unternehmen ist der Kunde, der wichtigste Mensch in einem Unternehmen ist der Mitarbeiter.“

Es ist folgerichtig, dass sich Fritz Toelsner im „Ruhestand“ dem Medium Radio zugewandt hat, einer Mischung der Arbeitsfelder „Technik“ und „Kommunikation“. Nach ersten „Radiobekanntschaften“ im Offenen Kanal Lübeck entstand die Idee, einen eigenen Stützpunkt in Travemünde auf zu bauen und „Radio Travemünde“ wurde aus der Taufe gehoben. Die Suche nach einem eigenen Studio gestaltete sich ganz spannend: so interessante Standorte wie der alte Leuchtturm und die Passat waren dafür im Gespräch. Schließlich fand Radio Travemünde dann seine Heimat im Gesellschaftshaus, zentral gelegen, gut erreichbar und mit komfortablen Nebenräumen ausgestattet. Seit vier Jahren werden von hier aus verschiedene Sendungen zu vielfältigen Themen ausgestrahlt.

Fritz Toelsner würde gerne noch mehr Menschen in Travemünde „mit dem Radio-Virus anzustecken“. Es ist aus seiner Sicht eine hervorragende Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Themen auseinander zu setzen und damit auch den eigenen Horizont zu erweitern. „Ich bin durch das Radiomachen politischer geworden“, berichtet er. Denn es gibt fast kein aktuelles Thema, das den Ortsteil bewegt, das nicht von Radio Travemünde journalistisch begleitet wurde.

Freuen wir uns also auf noch viele Sendungen von Radio Travemünde und vielleicht noch einigen Aktiven, die das Radiomachen als Hobby für sich entdecken.

Fritz Toelsner und sein Team freuen sich in jedem Fall über Interessierte, die sich informieren wollen. Am besten melden unter 04502 307296, oder einfach gleich verbeischauen, immer dienstags 17:05 Uhr, Torstraße 1 im Gesellschaftshaus.

Christine Jaacks-Mirow

*Quelle: Wikipedia

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