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Travemünder Notizen

Heft 1 / 310  Januar – März 2002

Am Sonnabend, den 8.Dezember 2001 hätte eigentlich der Nikolausmarkt im Strandbahnhof stattfinden sollen. Als dann die Bundesbahnverwaltung ankündigte, daß noch im Jahre 2001 mit den Umbauarbeiten begonnen werden sollte, mußte sich der Vorstand des GVT schweren Herzens dazu durchringen, diesen schon beinahe zur Tradition gewordenen adventlichen Markt abzusagen. Als dann die Bundesbahn im Oktober die Umbaupläne für den Strandbahnhof wieder in einer Schublade verschwinden ließ und das Gebäude freigab, war es für die Vorbereitungen viel zu spät. Dafür fand an diesem Tage der in der Tradition noch ältere Adventskaffee statt. Für adventliche und besinnliche Stimmung sorgte wie jedes Jahr der Posaunenchor unter der Leitung von Herrn Pastor Dahl. Ebenso war wieder eine Kindergruppe der Stadtschule Travemünde, geleitet von Frau Braune, mit Gesang, Instrumenten und Gedichten vertreten und erfreute die meist älteren Damen und Herren mit ihren Beiträgen.
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Am Dienstag, den 11. Dezember 2001 traf man sich zum letzten Bürgerstammtisch im alten Jahr. Noch einmal drückten die Teilnehmer ihre Wünsche für eine gute Zukunft Travemündes in vielen Wortmeldungen aus.
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Am Wochenende, dem 15. und 16. Dezember öffnete das Melcherthaus seine Pforten für einen adventlichen Büchermarkt bei Punsch und Gebäck.
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Am 15. Dezember wurde das Aqua Top wegen starker baulicher Mängel und damit verbundener Einsturzgefahr geschlossen. Am 10. Januar 2002 stimmten die sieben Mitglieder des Sonderausschusses Aqua Top einstimmig dafür, die Fläche des Aqua Top europaweit auszuschreiben. Vorgesehen ist ein Neubau, der ein öffentliches Bad mit einer Wasserfläche von mindestens 500 qm, Freizeiteinrichtungen, Einzelhandel und ein Hotel, bzw. Ferienappartements umfassen soll. Das Gremium sprach sich zudem dafür aus, daß das Aqua Top übergangsweise zum Teil wieder geöffnet werden soll. (Entnommen der Lübecker Stadtzeitung vom 15. Januar 2002).
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Am 10. Januar 2002 war im Wochenspiegel Küste zu lesen, daß ab dem Jahre 2003 wieder Kreuzfahrtschiffe am Ostpreußenkai anlegen werden, weil die Durchfahrt zum Lübecker Burgtorkai wegen des Baus der Nordtangentenbrücke zu eng wird und der Skandinavienkai voll ausgelastet ist. Dort müssen dann nur noch die ganz großen Pötte anlegen. Die Travemünder Geschäftswelt, und nicht nur die, freut sich über diese Maßnahme.
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Am 19. Januar 2002 war in den Lübecker Nachrichten zu lesen, daß die fünf Travemünder Buslinien über den Ostpreußenkai geführt werden sollen und daselbst eine Bushaltestelle eingerichtet wird. Wie diese Linienführung mit dem geplanten Ausbau der Kaianlage zum Kreuzfahrtschiff-Anlieger funktionieren soll, wird allerdings nicht erwähnt. Da die Vorderreihe „Flaniermeile“ werden soll, müßte die gesamte Vorderreihe, und da besonders der Abschnitt zwischen Rose und Lotsenberg mit seinen zahlreichen gastronomischen Einrichtungen, vom Linienbusverkehr befreit werden. Die Verkehrsplaner haben auch den Ausbau des Hirtenganges für die Busverbindungen in ihre Überlegungen eingeschlossen. In den entsprechenden Skizzen wird schon die Paul-Brümmer-Str. für die Linienführung aufgeführt. Dann sollte man aber fix mit dem Ausbau dieses Projektes und der Vogteistraße beginnen. Übrigens, laut Abholplan für die „Gelben Säcke“ werden diese schon seit einem Jahr in der Paul-Brümmer-Straße abgeholt!?
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Am Mittwoch, den 16. Januar 2002 nahmen wieder viele Mitbürger im Melchert-Haus an der monatlich an jedem dritten Mittwoch stattfindenden gemütlichen Nachmittagsveranstaltung KAFFEE UND MEHR, Beginn 15 Uhr, teil. Frau Pagalies erfreute die anwesenden Gäste mit einer heiterbesinnlichen Betrachtung über die Heiligen Drei Könige, anschaulich illustriert durch künstlerische Dias.
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Im Jahr 2002 wird der Verein HAUS DER JUGEND e.V. 25 Jahre alt. Wir werden ausführlich über die segensreiche Arbeit des Vereins berichten.
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Am 27. Januar konnten wir in den Lübecker NACHRICHTEN folgende Mitteilung lesen: Die Schnecke vom Skandinavienkai: Ein winziges Tierchen macht beim Hafenausbau große Probleme! Diese kleine Schnecke, mal gerade zwei bis drei Millimeter groß, heißt Vertigo moulinsiana, zu deutsch Bauchige Windelschnecke.
Ausgerechnet in einem Rückhaltebecken, das die LHG in den achtziger Jahren wegen des Hafenausbaues angelegt hatte, haben sich diese kleinen Mollusken angesiedelt. Obwohl sie sehr selten sein sollen, haben sie sich ausgerechnet im Hafenbereich angesiedelt. Stellt sich doch die Frage, wo kommen diese winzigen Schnecken so plötzlich her.
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In der Nacht von Montag, dem 28. Januar zu Dienstag, dem 29. Januar tobte der erste schwere Orkan in diesem Jahr über Norddeutschland, nachdem es am Vortage über Travemünde bereits kräftig gewittert hatte. Der Sturm mit dem schönen Namen „Jennifer“ richtete auch in Travemünde erhebliche Schäden an. Die Deutsche Bahn mußte den Schienenverkehr wegen umgestürzter Bäume zwischen Lübeck und Travemünde einstellen. Das Ausflugsschiff MARITTIMA hatte sich von seinem Anlegeplatz gerissen und konnte nur mühsam in den sicheren Hafen zurückmanöveriert werden. Am schlimmsten traf es den Hafenschlepper Axel, der von der Schwedenfähre Nils Dacke mit Wucht auf die Uferböschung des Priwalls gedrückt wurde und dabei an der Backbordseite erheblich beschädigt wurde. Nach Angaben der Reederei beläuft sich der Schaden auf mindestens 250.000 EURO. Aber bereits am Mittwoch schien wieder die Sonne bei Temperaturen um 10 Grad +, so daß Schneeglöckchen und Narzissen sich trauten, ihre Köpfchen aus dem Boden in die vermeintliche Frühlingsluft zu strecken.
Kurgartenstraße in Travemünde
Foto: H. Wieck
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Und zum Schluß: Am 1. Januar 2002 löste der Euro die liebe, alte Deutsche Mark ab. Auch in Travemünde funktionierte der Umtausch trotz einiger Wartezeiten reibungslos.
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Ohne Worte:
Aufgenommen im Januar 2002 am Kowitzberg und
auf dem Parkplatz Neukauf am Gneversdorfer Weg.
 
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