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Travemünder Notizen

Heft 3 / 363 Juli bis September 2015

01./03. Januar 2015: Die Tarife für die Priwallfähre sind wieder erhöht worden. Zum Teil werden die Fahrpreise bis zu 20 Prozent teurer. Die neuen Preise gelten bis Juni 2016.
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In der Ostseestation auf dem Priwall gibt es einen neuen exotischen Gast. Einem Travemünder Fischer ging vor dem Brodtener Ufer ein Katzenhai ins Netz. Bedingt durch starke Süd/Südwestwinde der letzten Wochen wurde eine große Menge Salzwasser in die Ostsee mitsamt einiger Nordseemeeresbewohner gespült. Gleichzeitig haben sich die Lebensbedingungen für Dorsche in der westlichen Ostsee verbessert.
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Die Zweckbindung für die Bauförderung der Ostsee-Akademie (Pommernzentrum) ist nach 25 Jahren erloschen. Der Pommersche Zentralverband sucht nach neuen Mietern bzw. Käufern für die großzügige Anlage. Die Arbeit der Akademie geht weiter in kleineren Räumlichkeiten.
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05. Januar: Der Kurbetrieb Travemünde fährt jedes Jahr ein Minus ein. Gedeckt wird das Defizit durch Rücklagen aus dem Verkauf des Maritim-Grundstückes und durch Zuschüsse aus dem Stadtsäckel. Durch ein erheblich größeres Angebot an Hotelbetten hofft der Kurdirektor ab 2020 das Defizit stark zu senken.
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08./10. Januar: Rohrbruch an der Ivendorfer Landstraße. Die Reparaturarbeiten zogen sich den ganzen Nachmittag hin. Der Verkehr musste weiträumig umgeleitet werden.
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Der Zwangsvollstreckungstermin der denkmalgeschützten Immobilie Hafenbahnhof ist verschoben worden. Den Streit zwischen Vermieter und Mieter (Kulturbühne Travemünde) über Miet-/und Kautionszahlungen wird das Amtsgericht entscheiden müssen.
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Die Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“ rasen mit Böen von bis zu 110 km/h über Travemünde. Bäume wurden entwurzelt, Lichtmasten brachen und eine Blechhütte flog durch die Gegend.
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13./14. Januar: Anwohner der Niobestraße wollen gegen die Art der Bebauung eines Grundstückes klagen. Teile des Neubaukomplexes mit Luxuswohnungen an der Niobestraße 2 passen nicht zu der umliegenden Häuserarchitektur.
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Ein neues Kreuzfahrtterminal am Skandinavienkai rechnet sich für die Hafenwirtschaft nicht, trotz Landesförderung. Ein Arbeitskreis sucht weiter nach Möglichkeiten.
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15. – 18. Januar: Die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH stellt ihr Veranstaltungsprogramm für 2015 für Travemünde vor. Neben Altbewährtem gibt es auch Neues, z. B. Zwölf-Kampf-Spiele im Brügmanngarten, eine Lebensfreudemesse, Open-Air-Kino direkt am Strand, Sportanimation mit dem TSV und dem Haus der Jugend und vor allem das beliebte Lichterfest im Godewindpark.
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Im Pflegeheim St. Birgitta wird der 105. Geburtstag einer rüstigen Bewohnerin gefeiert.
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20. Januar: Durch geplante Bauprojekte fallen mittelfristig im Seebad Parkplätze weg. Teilweise Ersatz soll es Am Lotsenberg geben und bei Bedarf zusätzliche Parkflächen am Ortsrand.
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01. Februar: Die Lübecker Pop Symphonics spielen im Maritim Strandhotel wieder für den guten Zweck. Der Erlös des Abends, gesponsort vom Lions Club Travemünde, kommt wieder dem Projekt „Jeki“ – Jedem Kind ein Instrument in der Stadtschule Travemünde zugute.
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Der FKK-Strand am Brodtener Ufer ist zugunsten der Erweiterung des Hundestrandes geopfert worden. Doch das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.
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03. Februar: Der GVT lädt zu zwei Veranstaltungen anläßlich „25 Jahre Grenzöffnung und Mauerfall“ ein. Eine davon findet vor Ort in Pötenitz statt. Gedenkansprachen, Rückblicke und ein geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, organisiert von sehr gastfreundlichen Pötenitzer Bürgern, runden den denkwürdigen Tag ab.
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05. Februar: Die Stadtteilbibliothek eröffnet ihre neuen Räume am Nordlandring 15.
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Neue Parkplätze sollen im hinteren Teil des Godewind-Parkplatzes entstehen. Baustart soll Anfang 2016 sein.
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10./11. Februar: Naturschützer fordern die Rücknahme der Ausweisung des Baugebietes Neue Teutendorfer Siedlung. Lt. Schutzgebietsbeauftragtem ist die Fläche ein wichtiges Rast- und Äsungsgebiet nordischer Wildgänse und Schwäne. Wildgänse unterliegen dem EU-Schutz. Landschaftsschutzgebiete können aufgehoben werden, wenn es genügend Ausgleichsflächen gibt.
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Wegen des fragwürdigen Verkaufs einer städtischen Immobilie auf dem Priwall hat ein Grünen-Politiker Strafanzeige gegen den Chef des Liegenschaftsamtes gestellt.
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Das Lübecker Olympiaplakat „Gemeinsam Segel setzen“ wurde am Brügmanngarten aufgehängt.
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14./16. Februar: In der Möwengasse eröffnet erstmals ein „Weltladen“ mit fair gehandelten Produkten.
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Die Abrissarbeiten auf dem Priwall für das Projekt Waterfront gehen weiter. Halle 1 wurde dem Erdboden gleichgemacht. Im März/April ist der Abriss des Krankenhauses geplant.
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20. – 25. Februar: Das Pommern-Archiv und eine weitere Bibliothek der Ostsee-Akademie ziehen um ins Pommersche Landesmuseum nach Greifswald. Neuer Besitzer der Pommernbestände ist der Verein „Pommerscher Greif“.
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Der Neubau einer Naturwerkstatt des Landschaftspflegevereines Dummersdorfer Ufer soll am 25. April auf dem Priwall eröffnet werden.
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Mit der „Schule am Meer“ geht es nach der Umwandlung von der Regional- zur Gemeinschaftsschule weiter aufwärts. Die Neuanmeldungen nehmen zu. 272 Schüler lernen derzeit an der Schule.
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Die Taschenoper Lübeck begeisterte mit „Hoffmanns Erzählungen“ in der Aula der Stadtschule. In einer kindgerechten Inszenierung von 60 Minuten hatten Darsteller, Kinder und Schulleitung viel Spaß. Gesponsert vom Lions Club Travemünde konnte so den Schülern die Opernwelt nahe gebracht werden.
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26./27. Februar: Der BGH beendet Parkett-Streit im Maritim. Die Richter erlaubten dem über dem Klägerpaar wohnenden Eigentümer, den Teppichboden durch Parkett zu ersetzen.
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Das Areal an der Bertlingstraße und Am Kurgarten ist verkauft und immer noch ein Schandfleck. Die vom Hamburger Investor vorgelegten Pläne und Bauanfragen wurden negativ beantwortet.
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Ein Weihnachtsbaum in einem Einfamilienhaus auf dem Priwall sollte ein letztes Mal mit Kerzen erleuchten. Er brannte lichterloh. Dank des schnellen Eingreifens der Priwall-Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden.
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6./8. März: Das Seebadmuseum öffnet wieder nach der Winterpause. Eine junge Praktikantin unterstützt das ehrenamtliche Museumsteam. Das Heimatmuseum, das ohne öffentliche Zuschüsse auskommt, hat es neben einer kurzen Erwähnung der Passat als einzige Travemünder Kultureinrichtung in den neuen Lübecker Kulturkatalog geschafft.
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Der unter Zwangsvollstreckung stehende Hafenbahnhof steht zum Verkauf. Die im Haus ansässige Kulturbühne möchte die Immobilie übernehmen und sucht noch Sponsoren, die das Projekt mit finanzieren.
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11./13. März: Eine Aktion zum Nachbau der „Persiluhr“ läuft an. Einzelne Ziegel müssen von Hand nachgeformt werden. Der Heimatverein sucht dringend Handwerker, die solche nach alten Unterlagen formen und brennen können.
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Das denkmalgeschützte Gebäude des Strandbahnhofs und das Gelände um die stillgelegten Gleise 2/3 sollen verkauft werden. Der einzige betriebene Bahnsteig bleibt im Besitz der Bahn.
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16. März: Der Deutsche Olympische Sportbund hat eine Empfehlung für Hamburg als Austragungsort für Olympia 2024 gegeben. Damit will Lübeck-Travemünde als Mitbewerber für die Segelwettbewerbe mit ins Rennen gehen.
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21./22. März: Wegen sehr starker einlaufender Strömung und stürmischen Winden musste die Priwallfähre ihren Betrieb gegen 18 Uhr für ca. drei Stunden einstellen. Das Hochwasser stieg sehr schnell.
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Die Gebäude I bis III des ehemaligen Priwallkrankenhauses sind fast abgerissen. Auf der Fläche soll ein Supermarkt entstehen. In die übrigen Gebäude sollen eine Jugendherberge, die Magazine der Stadtbibliothek sowie die Rezeption der Ferienanlage Waterfront einziehen.
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01. – 04. April 2015: Das Orkantief „Niklas“ braust über Travemünde.
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Die Sommerregelung gilt wieder für die Vorderreihe. Private Kraftfahrzeuge dürfen nicht mehr einfahren.
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Die Kampagne „Olympisches Segeln 2024“ in Travemünde läuft auf Hochtouren. Wiederentdeckt: An einem Gebäudegiebel der Stadtschule am Hirtengang sind seit acht Jahrzehnten die symbolträchtigen fünf Ringe zu sehen.
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05. – 07. April: Die Besucher des Familienfestes „Ostermünde“ im Brügmanngarten genießen Spiel, Spaß und Sonne in den roten Liegestühlen trotz eisig-kalter Windböen.
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Der Bürgermeister Lübecks stellte im großen Saal des Maritim-Hotels das Bewerbungskonzept „Gemeinsam Segel setzen“ für die olympischen Segelwettbewerbe 2024 in Travemünde vor. Aus mehreren hundert Kehlen erklang dazu ein eigens für die Kampagne komponiertes Lied.
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10./12. April: Eine Segelkommission, besetzt aus DOSB-Vorstandsmitgliedern, dem Hamburger Sportsenator und anderen Funktionären des Segelverbandes und Wassersports, besucht Travemünde, um dann zu entscheiden, ob der Ort für Olympia als Partner von Hamburg gerüstet sein wird.
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Die Kommission entscheidet sich für Kiel-Schilksee als olympisches Segelrevier. Das Lübecker Konzept hat nicht überzeugt. Es gab viele offene Fragen z. B. hinsichtlich des privat zu errichtenden Feriendorfes auf dem Priwall, Sicherheitsbedenken am Grünstrand. An den Projekten „Wellenbrecher vor dem Grünstrand“ und „Regattazentrum am Mövenstein“ soll lt. Travemünder Woche-Chef und Seglerverband weiter festgehalten werden.
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14./15. April: Die amerikanische Delegation des G-7-Treffens der Außenminister in Lübeck nächtigt im A-ROSA-Hotel in Travemünde.
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Ab diesem Sommer will die Stadtschule ein eigenes Orchester mit den Grundschülern gründen. Damit wird der Erfolg des Projekts JEKI (Jedem Kind ein Instrument) dank zahlreicher Sponsoren aus Travemünde und Lübeck gekrönt.
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22./23. April: Die Arbeiten im Dr. Zippel-Park und in der Parkallee zwecks Installation neuer Beleuchtungstechnik haben begonnen.
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Ein Sonderausschuss soll den Verkauf eines städtischen Grundstückes in der Wiekstraße/Priwall klären. In der ersten Sitzung wurde zwei Stunden über das Verfahren gestritten.
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Die 1. traveArt ist im Kreuzfahrtterminal eröffnet worden. Die Anregung kam von der Travemünder Galeristin und Künstlerin Ninette Matthiessen.
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Der Ortsrat hat sich auf seiner Sitzung mit dem Thema „Flüchtlingsaufnahme in Travemünde“ beschäftigt. Die Mieten der angebotenen Objekte sind zu hoch. Die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Wiekstraße auf dem Priwall ist erst einmal durch den Sonderausschuss auf Eis gelegt.
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01. – 04. Mai: Das Travemünder Maivergnügen lockt wieder mit Livemusik und kulinarischen Angeboten an die Travepromenade.
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300 Schafe des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer wurden wieder mit der Priwallüberfähre übergesetzt, um in ihr Sommerquartier am Dummersdorfer Ufer zu ziehen.
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09. – 12. Mai: Mit dem Anbaden in der 11 Grad „kalten“ Ostsee wird die Saison eröffnet.
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Die 7. WindArt wird eröffnet und präsentiert neue Skulpturen wie die „Windperlen“, „Windfeder“ und vieles mehr, die auf vielen Flächen in Travemünde zu sehen sind.
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Mitarbeiter eines Tochterunternehmens der LHG legten für fünf Stunden die Arbeit nieder. Seit zweieinhalb Monaten wird verhandelt.
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Die MS „Braemar“ eröffnet die Kreuzfahrtschiffsaison am Ostpreußenkai.
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14. Mai: Im Brügmanngarten findet ein gut besuchtes kleines Musikfestival mit Shantymusik, Spielmannszügen, Marchingbands und Brassbands statt.
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Das neue Ausflugsschiff MS „Hanse“ startet seine ersten Fahrten auf der Trave. Das Schiff ist behindertengerecht gebaut.
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21./22. Mai„Travemünde jazzt“ zu Pfingsten im Brügmanngarten.
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Bundespräsident Joachim Gauck und 180 Mitglieder des Diplomatischen Corps werden von der Hansestadt Lübeck als Repräsentantin für das Land Schleswig-Holstein im Columbia Hotel empfangen.
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Die Fleischerei Lohff ermöglicht jungen zugewanderten Flüchtlingen ein Praktikum bzw. eine Ausbildung in ihrem Betrieb. Seit einigen Jahren fördert die Lohff-Stiftung die Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie.
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30. Mai/01. Juni: Bei kaltem Wind und Regen finden im Brügmanngarten Zwölfkampfspiele statt. Angereist sind 117 Sportler aus ganz Deutschland. Die Disziplinen bestehen u. a. aus Sandburgen bauen, Lauf-Biathlon, Drachenboot fahren, Bubble-Soccer, Traktor ziehen, Glitschen auf einer Seifenlauge usw.
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Auf der Passat eröffnete die DLRG ihre Saison und ehrte ihren langjährigen Schirmherrn Bernd Jorkisch. Anschließend stand die Taufe des neuen Motorrettungsschlauchbootes auf dem Programm.
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03./06. Juni: Die Pläne für die Neugestaltung der Priwall-Promenade zur Flaniermeile liegen vor. Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein, Fertigstellung im Laufe des Jahres. Zuvor muss aber Baurecht für das Waterfront-Projekt geschaffen werden. Die Vorarbeiten für die Uferbefestigung beginnen im Oktober 2015.
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Die Praxisklinik am Dreilingsberg feiert zehnjähriges Bestehen mit vielen Vorträgen und Aktivitäten rund um die Gesundheit für Groß und Klein.
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10. – 13. Juni: Travemündes Promenaden an Strand und Trave werden zunehmend von Radfahrern genutzt, die sich oft rücksichtslos verhalten und viel zu schnell fahren. Statt Verbot hofft die Stadtverwaltung auf die Einsicht der Radfahrer, da Spaziergänger immer „Vorfahrt“ haben.
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Vier Lübecker Wohnungsbauunternehmen wollen den Parkplatz Baggersand mit Sozialwohnungen und frei finanzierten Mietwohnungen für ansässige Arbeitnehmer und Familien bebauen. Bei einer bundesweiten Ausschreibung würde das Projekt um Jahre zurückgeworfen und wahrscheinlich mit völlig überteuerten Immobilien bebaut werden.
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Das denkmalgeschützte Gebäude des Strandbahnhofs verwahrlost weiterhin. Schimmel, übler Geruch und Vogelkot empfängt weiterhin die Gäste im Inneren des Gebäudes. Die Deutsche Bahn will die Immobilie verkaufen, weil der Umbau der Bertlingstraße nicht wie vorgesehen stattgefunden hat und reinigt nur noch das Nötigste.
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20. – 22. Juni: Die mit großer finanzieller Hilfe von Stiftungen entstandene Naturwerkstatt auf dem Priwall öffnet ihre Pforten. Das zukünftige Betreuungs- und Informationszentrum hat sich zwei große Projekte vorgenommen: Die Regeneration der Großen Salzwiese auf dem südlichen Priwall sowie die Schaffung einer Düneninsel in der Pötenitzer Wiek für die Küstenvögel.
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Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen auf dem LKW-Vorplatz am Skandinavienkai, wieder wurde ein Trucker aus Litauen zwischen LKWs eingeklemmt.
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26. – 28. Juni: Das 3. Shantyfestival findet in Travemünde statt. 38 Musikgruppen , u. a. aus der Schweiz, den Niederlanden und England, treten auf. Begleitet wird das Ereignis von einer Schlemmermeile, Licht-Wasser-Show und Feuerwerk am Abend.
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