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Travemünder Notizen

Heft 3 / 375  Juli bis September 2018

07.-10. April 2018: Die Kreuzfahrtsaison in Travemünde ist eröffnet. Das Löschboot Senator Emil Peters begrüßt die „MS Boudicca“ mit einer zünftigen Wasserfontäne. Das unter der Flagge Bahamas fahrende Schiff der norwegisch-britischen Reederei Fred. Olsen Cruise Lines lief am 31. Mai 1972 vom Stapel.

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Der Godewindpark wird zum Paradies. Eva und Adam ziehen ein. Der Glaskünstler Gerhard O.A. Schmidt ist Schöpfer dieser Installation aus Glas und Edelstahl.

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Der Bürgerpreis wird vergeben. Diesjähriger Preisträger ist Rolf Fechner. Unter anderem bekannt durch seine zahlreichen Vorträge und die Herausgabe von Bildbänden mit alten Fotografien von Travemünde. Der Preis wird vom letztjährigen Preisträger Kai Lüdicke weitergegeben.

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11.-13. April: Die besten Tage der „MS Nautilus“ sind wahrlich gezählt. Für die Bauarbeiten im Fischereihafen muss sie verholt werden. An ihrem neuen Platz wird sie von einem Bauzaun eingezäunt und nun mit „Betreten verboten“- Schildern versehen.

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Kleines Jubiläum: Seit fünf Jahren befindet sich die Verkehrszentrale des WSA Lübeck nun schon in ihrem heutigen Gebäude. Mehr Platz wurde gebraucht und erweiterte Technik hielt Einzug. Von der Flensburger Förde bis hin zur Wismarer Bucht ist sie zuständig für Verkehrsinformation und Lagemeldung, für Verkehrs- und Revierüberwachung, sowie Verkehrsregelung.

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Vorsicht Kamera! Die achte Folge der Krimireihe „Nord bei Nordwest“ wird gedreht. In kleinen Szenen sind u. a. die Priwallfähre und der Priwall hin und wieder Drehort.

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18.-24. April: Das aus Berlin kommende Flusskreuzfahrtschiff „MS Princess“ kommt zu Besuch. Wenn am Ostpreußenkai ein Kreuzfahrtschiff festmacht, muss man seinen Kopf weit in den Nacken legen, um einen Blick Richtung Oberdeck zu haben. Nicht so bei der „MS Princess“. Sie ist 80 m lang, 9,50 m breit und 4 m hoch. Da reicht ein leichtes Legen des Kopfes in den Nacken. 102 Passagiere haben an Bord Platz.

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Das Haus St. Brigitta des Malteserstiftes feiert sein dreißigjähriges Jubiläum. Den musikalischen Rahmen bilden der in diesem Jahr seinen 103. Geburtstag begehende Violinist Valdemar Prukner, der Vergissmeinnicht-Chor des Stiftes und die Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte St. Lorenz. Ein großer Tag für alle Bewohner und Bewohnerinnen, für das Personal und die Leitung des Hauses, Frau Karin Lonnemann.

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25. April-01. Mai: Auf ihrem Weg aus Larvik in Norwegen kommend, legt ein immer wieder gern gesehener Gast bei uns an: Das russische Segelschulschiff „MIR“. Sechs ganze Tage ist sie zu Besuch. Es finden viele Veranstaltungen statt. Auch u. a. die gern gebuchten Tagestörns und gern genutzten Open-Ship Termine. In ihren Uniformen tragen die Kadettinnen und Kadetten wieder zu einem außergewöhnlichen Bild in Travemünde bei. In den Jahren ist der Besuch der „MIR“ zu einem festen Bestandteil im Kalender bei uns geworden.

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Sanfte Maienluft fühlt sich anders an. Der Maibaum wird aufgestellt – egal wie das Wetter ist, der Baum muss stehen! Bei Nieselregen und Böen Stärke 8 Bft aus Süd! Die Travemünder halten zur Stange, es hat sich eine große Schar eingestellt. Schließlich hat wieder die Travemünder Dienstleistungs- und Handwerkergemeinschaft gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr für alles gesorgt, was zum traditionellen Aufstellen des Baumes gehört. Der gemischte Chor der Liedertafel sorgte für frühlingshafte Musik. Mit vereinten Kräften wird bei diesem widrigen Wetter der Baum aufgerichtet. Der Applaus ist sehr groß.

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03.-08. Mai: Bedingt durch die Vorbereitungen für die Bauarbeiten im Fischereihafen müssen die jetzigen Aufbewahrungsorte für die Arbeitsutensilien der Fischer geräumt werden. Sie müssen diese bis zum Bau einer neuen Halle, dem endgültigen neuen Standort, zwischenlagern. Dies bedeutet für sie einen zweimaligen Umzug. Zeit, die zum Fischen fehlt.

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Schaut man von der Promenade Höhe Grünstrand über die Ostsee sieht man weit hinten den Horizont. Vorn am Strand kann man nun auf mehrere „Horizonte“ schauen. So heißt die neu dort aufgestellte Skulptur des Münsteraner Künstlers Rolf Stahr.

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Der Bauausschuss der Hansestadt Lübeck beschließt die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Neue Teutendorfer Siedlung.

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12.-16. Mai: Schüler der Stadtschule schaffen eine Skulptur für die WindArt. Die Skulptur „Windblüte“ besteht aus vielen kleinen, von Schülerhand gefertigten Einzelteilen. Diese wiederum befinden sich an vielen Rädern. Alles dreht sich, alles bewegt sich. Eine faszinierende Skulptur ist den Schülern, mit Unterstützung des Objekt-Künstler Mirko Siakkou-Flodin, hier gelungen. Bei der Eröffnung der zehnten WindArt wird sie viel bestaunt und gewürdigt. Die Schüler können richtig stolz sein. Die „Windblüte“ reiht sich in die Reihe der Skulpturen an der Vorderreihe ein.

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Zunächst gutes Ende einer Flucht am Skandinavienkai: Zwölf Flüchtlinge aus Nigeria und Sierra Leone, über Italien kommend, befreien sich aus einem LKW-Trailer. Unter ihnen sechs Kinder. Zwei von ihnen noch im Säuglingsalter. Das eigentliche Ziel ist wohl Skandinavien. Sie sind alle wohlauf und kommen in eine Erstaufnahmeeinrichtung.

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Plötzliche Ruhe in Travemünder Haushalten. Die noch gerade laufende Waschmaschine: Aus. Der gerade noch laufende Geschirrspüler: Aus. Gerade hat man eine Datei im Computer speichern wollen: Aus. Der Nachbar klopft: Die Klingel geht nicht. Es geht gar nichts mehr, der Strom ist weg. Auch beim Nachbarn. Kassen in Geschäften funktionieren nicht, Geldautomaten ebenso nicht. Ein technischer Defekt im Umspannwerk Stockelsdorf legt weite Teile Lübecks lahm. Eben auch Travemünde. Und nicht nur ein paar Minuten. Kurz nach 12:00 Uhr ist der Strom weg und kommt erst am frühen Nachmittag wieder.

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17.-25. Mai: Genau vor 10 Jahren wurde die Ostseestation erstmals eröffnet. Heute wird sie ein zweites Mal eröffnet. Sie hat jetzt in ihren neuen Räumlichkeiten an der Priwallpromenade in einem der Neubauten des Waterfront-Projektes Einzug gehalten.

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Auf seiner Jubiläumstour durch Norddeutschland kommt der NDR mit einem Team vorbei. Die Tour findet anlässlich des Jubiläums „20 Jahre NDR Info-Nachrichten für den Norden“ statt. Es wird live aus der Vorderreihe gesendet.

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Im April 2016 wurde begonnen. Jetzt ist die neue Feuer- und Rettungswache 3 fertig. Sie befindet sich zwischen der Travemünder Landstraße und dem Zubringer zur B75. Neben vielen anderen Vorteilen für die Feuerwehr können die Einsatzorte in Kücknitz, Travemünde und Priwall schneller erreicht werden.

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29. Mai-06. Juni: Ein Vorbote des Sommers im Mai. Höchstwert 30,4° in der Lübecker Innenstadt. Bei uns angenehme 20° und Wind. 14,9 Sonnenstunden. Der Strand ist gefüllt. Die Wassertemperatur liegt bei 18,6°.

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Die in der Bremerhavener Werft „German Dry Docks“ verlängerte „Peter Pan“ läuft ein. Sie hat nun eine Länge von ca. 220 m und eine um 25 % vergrößerte Frachtkapazität.

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Bei uns haben Touristen Stammplätze zu denen sie gerne gehen. Aber auch Möwen scheinen Stammplätze zu haben. Jedenfalls an der Norderfähre. Kundige Einwohner meinen, es handelt sich um dasselbe nistwillige Möwenpaar wie im letzten Jahr.

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Die MS „Birka Stockholm“ läuft Travemünde an. 2004 wurde sie als „Birka Paradise“ in Finnland gebaut. 2013 wurde sie in „Birka Stockholm“ umbenannt. Sie ist ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Birka Cruises. Ihre Länge beträgt 177 m, ihre Breite 28 m. 1.800 Passagiere kann sie beherbergen.

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08.-11. Juni: In der Stadtschule wird an vier Tagen das Kindermusical „Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski, Hans Niehaus und Wolfram Eicke wieder erfolgreich aufgeführt. Natürlich mit wechselnden Besetzungen. Die Travemünder Dienstleistungs- und Handwerkergemeinschaft hat beim Bau der Theaterzüge mitgeholfen.

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Die MS „Amadea“ legt an. Sie wurde 1991 in Japan für NYK Cruises als „Asuka“ gebaut. Seit 2006 fährt sie für Phoenix Reisen. 2015 wird sie zum „Filmstar“. Sie wird Drehort für die ZDF-Serie Das Traumschiff. 600 Passagiere haben Platz an Bord. Ihre Länge beträgt 193 m, ihre Breite 24,7 m.

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Das achtzehnte Fußball-Freundschafts-Turnier „Friendship-Cup“ findet statt. Das Haus der Jugend organisiert diese Veranstaltung seit Jahren. Im Rahmen dessen kommt es das erste Mal zur Verleihung des Travemünder Jugendpreises. Der diesjährige und erste Preisträger heißt Tim Krull, ist siebzehn Jahre alt und wird für sein soziales Engagement und u. a. seiner Tätigkeit bei den Seenotrettern ausgezeichnet.

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Ein Kommen und Gehen am Ostpreußenkai. Die Leinen der 196 m langen und 28 m breiten MS „Braemar“ legen sich um die Poller. Sie ist für 820 Passagiere zugelassen. Gebaut wurde sie 1991/1992 in der Werft Union Naval de Levante in Valencia in Spanien. Ihre Baukosten sollen 100 Millionen US-Dollar betragen haben.

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Für das Tagungs-Center „Slow Down“ wird auf dem Priwall der Grundstein gelegt.

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12.-15. Juni: Der Ortsrat konstituiert sich neu. Als Parteien sind vertreten CDU, SPD, Die Unabhängigen, FDP, Bündnis 90/Die GRÜNEN und Die Partei. Der Vorstand bleibt in alter Besetzung. Neue Mitglieder sind die Freiwillige Feuerwehr und die Siedlergemeinschaft Travemünde.

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Am Skandinavienkai legt die MS „Azura“ an. Für den Ostpreußenkai ist sie mit ihren 290 m zu lang. Sie gehört der Reederei P&O Cruises. Am 29.06.2009 lief sie in Italien vom Stapel. 3.100 Passagiere haben auf ihr Platz.

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Kindergartenkinder machen einen „Fußgängerführerschein“. Unterstützung gibt es hierbei von der Travemünder Polizei. Die Beamten geben auf einem langen Spaziergang an wichtigen Punkten Erklärungen und Hinweise zum sicheren Verhalten der kleinen Verkehrsteilnehmer.

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Ein Großsegler mit grünem Rumpf liegt am Ostpreußenkai. Auch wenn die 1.360 m² Segeltuch verteilt über 24 Segel eingeholt sind: Man sieht, sie sind auch grün. Eindeutig, die Alexander von Humboldt II hat für einen Besuch angelegt.

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17.-22. Juni: Automobilgeschichte im Brügmanngarten. Es ist die 9. OCC Küstentrophy. Sie gilt unter den Akteuren als eine der schönsten Oldtimer-Rallyes am Meer. Das älteste unter den rund einhundert beteiligten Fahrzeugen ist ein Rolls-Royce Phantom I Dual Cowl Tourer von Edward Summers, Baujahr 1927. Bei diesem Wagen werden 2.450 kg ohne Servolenkung durch die Kurven gelenkt. Hier liegt beim Wort „Automobilsport“ der Schwerpunkt auf Sport für den Fahrer. Die Strecke führt das Feld an attraktive Punkte in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern.

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Noch nicht ganz ein Oldtimer mit ihren 40 Jahren ist die Fähre Priwall IV. Die alte Dame muss wieder einmal ihre Nachfolgerin vertreten, da diese Probleme mit dem Getriebe hat.

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Eine Einrichtung, die zum Retten von Leben dient, wird mutwillig beschädigt. Die Scheiben des DLRG Turmes am Beginn des Brodtner Hochufers werden so stark beschädigt, dass sie ersetzt werden müssen.

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27.-30. Juni 2018: Die Bebauung auf dem Baggersand und im Fischereihafen wird im Gesellschaftshaus vorgestellt. Im Fischereihafen sollen 235 Eigentumswohnungen entstehen. Auf dem 19.500 m² großen Baggersand rund 250 Mietwohnungen. Voraussichtliche Fertigstellung 2021.

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Wieder arbeiten Rettungskräfte Hand in Hand. Was als ganz normaler Einsatz der Seenotretter anmutet – Motorschaden einer Yacht – wird zum Spezialeinsatz. Beim Schleppen der Yacht entdeckt man von der Hans Ingwersen aus Rauchentwicklung auf dem Boot. Der Motorschaden hat sich zum Motorbrand entwickelt. Der nächste Anleger ist die Norderfähre. Hier warten schon die von See aus alarmierten Feuerwehrkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Travemünde. Die Seenotretter bringen die Besatzung sicher an Land. Die Feuerwehr übernimmt die Brandbekämpfung und Kontrolle.

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