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Travemünder Notizen

Heft 4 / 372  Oktober bis Dezember 2017

01./02. Juli 2017: Der große Regen ist vorbei. Der kleine Regen hat eingesetzt. Dennoch: Das Shanty-Festival kommt auf Touren. Auf 5 Bühnen geben rund 35 Chöre ihr Bestes. Internationale Gäste aus Norwegen, Dänemark und den Niederlanden sind auch mit dabei. Zum Abschlusskonzert aber strahlen nicht nur die Stimmen und die Gesichter aller Beteiligten, sondern auch die Sonne.
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Premiere für die MS Artania. Erster Anlauf in Travemünde. Mit ihrer Länge von 231 m muss sie am Skandinavienkai festmachen. Sie verfügt nur über Außenkabinen und gehört in die Klasse der Luxusliner. Zwischen 1983 und 1984 wurde das Schiff auf der Wärtsilä-Werft in Helsinki gebaut. Für alle Fans der britischen Royals: Das Schiff wurde am 15. November 1984 von Prinzessin Diana in Southampton auf den ersten Namen Royal Princess getauft und fuhr zunächst für Princess Cruises. Zwischenzeitlich hieß sie MS Artemis, wurde von der Lloyd-Werft in Bremerhaven zweimal modernisiert und überholt und wurde am 28. Mai 2011 auf ihren heutigen Namen umgetauft. Das gleichzeitig stattfindende Shanty-Festival wird durch ihren Besuch somit irgendwie zum Teil des „Landprogramms“!
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04. Juli: Der Kulturbühne Travemünde wird der Mietvertrag im Hafenbahnhof gekündigt. Seit August 2014 hat die 2011 gegründete Kulturbühne dort ihre Spielstätte. Die Suche nach einem neuen Aufführungsort beginnt. Die Vorstellungen des Spielplans 2017 laufen bis zum Ende des Jahres im Hafenbahnhof weiter.
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08. Juli: Wer kennt ihn nicht, den kleinen grünen Drachen Tabaluga. Ein Geschöpf, welches sich Rockmusiker Peter Maffay, der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und der langjährige Maffay-Textautor Gregor Rottscha erdacht haben. 1983 ging Tabaluga auf die Reise. Die Kinder der Stadtschule holen ihn nun nach Travemünde. Mit dem Musical „Tabaluga“. Auf der Bühne gibt es nicht nur hervorragenden Gesang von Chören und Solisten, auch die Kostüme und die Bühnenausstattung können sich sehen lassen! Unterstützt von Erwachsenen, die für Beleuchtung und Ton sorgen und auch bei der Live-Musik unterstützend mitwirken, wird die Aufführung zu einem spektakulären Erfolg!
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09. Juli: Der Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Petersen wird in den Ruhestand verabschiedet. 38 Jahre lang wirkte Petersen als Organist und Kantor in Travemünde. In diesen Jahren hat er maßgeblich den Ausbau der Kirchenmusik in Travemünde vorangetrieben. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass zur großen Orgel in St. Lorenz heute in Travemünde noch drei weitere Orgeln erklingen können: Die Orgel in der Friedhofskirche, die Truhenorgel in St. Lorenz und die Orgel in der Versöhnungskirche. Die Leitung der Kantorei begann er 1979 mit 15 Mitgliedern, heute umfasst sie 100 Sänger und Sängerinnen. Dies sind nur einige Daten seines erfolgreichen Wirkens.
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14. Juli: Die Travemünder Dienstleistungs- und Handwerkergemeinschaft (TDHG) feiert ihr traditionelles Handwerkerfest. Ein fester Termin im Kalender vieler Travemünderinnen und Travemünder. Es wird wieder eine rundum gelungene Veranstaltung.
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16. Juli: Sommer. Die Zeit der Feste. Das Sommerfest des Lions Clubs Travemünde findet statt. U. a. zeigen die Chöre der Stadtschule ihr musikalisches Können und bekommen hierfür einen sehr verdienten, großen Applaus.
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21. Juli: Musikalisch begleitet vom Lübecker Shantychor Möwenschiet: Die Eröffnung der 128. Travemünder Woche. In diesem Jahr kommen auch die gemeinsamen Internationalen Deutschen Jüngsten- und Jugendmeisterschaften des DSV nach Travemünde. Über 900 jungen Seglerinnen und Segler messen hierbei ihr Können.
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24. Juli: Mit Unterstützung der Hansestadt Lübeck fährt der Passat Chor auf seiner 29. internationalen Konzertreise zum Meeresfestival „Juros svente“ nach Klaipeda. Dort vertritt er auf mehreren Konzerten die Stadt musikalisch. Seit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen der Hansestadt Lübeck und der litauischen Hafenstadt Klaipeda.
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25. Juli: Ja unser Sommerwetter … Auch die Travemünder Woche wird geprägt vom Wechsel zwischen Schwachwind, Sturmböen, Gewitterwarnungen und immer wieder heftigem Regen. Zwischendurch gibt es aber hervorragende Wetterbedingungen. Heute aber werden alle Regatten abgesagt und am Abend auch das Landprogramm. Wind NO 6 Bft!
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26. Juli: 1889 segelten die Hamburger Kaufleute Hermann Wentzel und Hermann Dröge vor Travemünde um die Wette. Der Sieger erhielt eine Flasche Lübecker Rotspon. 2017 segeln der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, und der schleswig-holsteinischen Innenminister, Hans-Joachim Grote, um die Wette. Der Preis ist der von 1889: Eine Flasche Lübecker Rotspon – nur der Jahrgang ist ein anderer. Sie geht an Bürgermeister Bernd Saxe.
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30. Juli: Mit einem prächtigen Höhenfeuerwerk endet die 128. Travemünder Woche. In den Jugendbootklassen starteten 679 Boote, es nahmen 882 Jugendsegler teil, insgesamt starteten 824 Boote mit 1.500 Seglern. Es waren 16 Bundesländer vertreten und 20 Nationen waren am Start. Es wurden 380 Rennen gesegelt. Dabei wurden rund 50.000 Seemeilen zurückgelegt. (Quelle der Zahlen: www.travemuender-woche.com)
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01. August: Der neue Kantor an St. Lorenz Travemünde, Friedemann Becker, tritt seinen Dienst an. Er begleitet seinen ersten Gottesdienst in Travemünde. Die musikalischen Nachmittage „Singen – Reden – Hören“ wird er fortzusetzen. Auch werden wieder Einführungsvorträge zu bevorstehenden Konzerten zu hören sein.
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06. August: Eine typische französische Freizeitbeschäftigung und Sportart ist Boule. Das Spiel ist kaum irgendwo so verbreitet wie im Süden Frankreichs. In Parks und an Stränden trifft man sich und es wird gespielt. Was einerseits als durchaus kommunikatives Miteinander stattfindet, ist andererseits auch als ernsthafter Wettkampfsport etabliert. Auch bei uns. Es findet das traditionelle Holstentor Turnier Travemünde statt. Es ist das 26. Internationale Holstentor-Turnier! Bis 1994 fand das Turnier vor dem Holstentor statt – daher der Name. Seit 1995 ist der Austragungsort der Brüggmanngarten. Der Platz vor dem Holstentor war zu klein geworden.
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08. August: 79 Jahre Erfahrung in der Seefahrt an der Kaikante. So alt ist der Dampf-Eisbrecher „Wal“, der am Ostpreußenkai festmacht. Er wurde 1938 bei den Oder-Werken in Stettin gebaut. Von 1938 bis 1990 versah er seinen Dienst im Nord-Ostsee-Kanal. Er ist das letzte Dampfschiff, das vom Bundesverkehrsministerium außer Dienst gestellt wurde. Das Schiff wurde zum Kauf angeboten. 1991 wurde der Verein Museumsschiff Dampf-Eisbrecher „Wal“ gegründet. Sanierungsarbeiten begannen. Mit seiner ehrenamtlichen Stammbesatzung legt der Dampf-Eisbrecher seitdem viele Seemeilen zurück.
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Zum dritten Mal führt der Verein für Kunst und Kultur seine Veranstaltung „Kunst für Kids“ durch. Da wird gewerkelt, gebastelt, gemalt, was das Zeug hält. Der Strand wird zum Freiluftatelier für Kinder. Auch der Sand wird zum Werkstoff. Viele Schildkröten werden modelliert und schmücken den Strand.
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10. August: Der Ortsrat tagt. Thema ist die Sanierung des Uferbereiches vom Ostpreußenkai bis zum Fährvorplatz. Es soll eine kleine Promenade zum Flanieren entstehen.
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„Santa Maria Manuela“. Welch ein Name! Sie ist ein portugiesischer Vier-Mast Gaffelschoner. Mit ihren hoch aufragenden vier Masten und ihrem strahlenden weißen Rumpf gibt sie am Ostpreußenkai ein beeindruckendes Bild ab. Die Segelfläche beträgt 1130 m² verteilt über 11 Segel. Sie wurde 1937 in Lissabon bei der CUF Schiffswerft für die portugiesische Fischereigesellschaft Empresa de Pesca de Viana gebaut. Bis Anfang 1990 diente das Schiff als Fischereischiff für den Kabeljaufang.
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12. August: „Open Ship“ bei der „Hans Ingwersen“. Die DGzRS-Station Travemünde begeht ihren „Tag der Seenotretter“, da am offiziellen Termin (30. Juli) in Travemünde die Travemünder Woche stattfindet. Es finden sich sogar einige Passagiere der MS Europa am Stand ein. Reges Interesse gibt es an dem Seenotrettungsboot, welches dieses Jahr bereits 42 Einsätze absolviert hat. An Land gibt es, neben vielen Informationen über die Arbeit der DGzRS, auch einiges fürs leibliche Wohl: Selbstgebackenen Kuchen und liebevoll bereitete Fischbrötchen. Ein kleiner Flohmarktstand und die Modellschiffe der Modellbauer im großen Wasserbassin locken Groß und Klein.
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16. August: Großes Kino in Travemünde. Großer Andrang. Große Limousinen rollen auf die Promenade zu. Das Open Air Kino Travemünde hat Eröffnung. Den Limousinen entsteigen Bully Herbig, Rick Kavanian und Drehbuchautor Alfons Biedermann. Ihr Film „Bullyparade – Der Film“ wird erstmalig unter freiem Himmel gezeigt. Der Eröffnungsfilm scheint viele anzuziehen. Autogrammwünsche werden prompt erfüllt. Auch der NDR ist dabei. 12 Tage lang Kino am Strand – ein buntes Kinoprogramm.
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Es soll neue Fahrkartenautomaten für die Fähren geben. Geplant sind acht neue Automaten, die in der Lage sind das Bezahlen auch mit Giro- und Kreditkarten zu ermöglichen. Damit soll die Suche nach genug Kleingeld – speziell an der Norderfähre – aufhören.
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18. August: Es findet die 13. Beetle Sunshine Tour statt. Seit 2003 gibt es den VW Beetle, den Nachfolger des legendären VW-Käfer. Die Nachfrage an der Teilnahme ist unter den Besitzern dieses Autos so groß, das man beim Veranstalter folgende Einweisung lesen kann: „Alle Teilnehmer mit der Anmeldenummer 1 bis 500 fahren auf die Beetlewiese im Brügmanngarten. Alle Teilnehmer mit der Anmeldenummer 501 bis 721 haben Ihren Platz auf der „Beetlewiese 2.0., der Tornadowiese“. So kann man also rund 720 aufwändig und liebevoll gestaltete und geschmückte Motto-Fahrzeuge – darunter auch einige historische Käfer – bestaunen. Bei diesen sieht man viele ehemalige Besitzer dieses „Kultautos“ mit wehmütigem Blick stehen.
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19. August: Es wird das 25-jährige Jubiläum im Rosenhof gefeiert. Am ehemaligen Standort der Schlichting-Werft wurde nach deren Abbruch die Seniorenwohnanlage gebaut und am 17. August 1993 eröffnet. Im Rahmen der Feierlichkeiten können Bewohner und Bewohnerinnen geehrt werden, welche schon seit Anfang an im Rosenhof wohnen.
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27. August: Noch ein Geburtstag: Die DRK Wasserwacht feiert ihr 70-Jähriges Bestehen. Seit 1947 ist sie für die Sicherheit von Badegästen in Lübeck und Travemünde im Einsatz. In Travemünde versehen sie die Strandwache am Priwallstrand. Sie ist die älteste Wasserwacht Schleswig-Holsteins.
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29. August: Langsam neigt sich die Saison dem Ende entgegen. DLRG, zuständig für die Strände an der Strandpromenade und die DRK Wasserwacht, zuständig für den Priwallstrand ziehen eine kleine Bilanz. Bei beiden gab es kleinere und größere Erste-Hilfe-Leistungen, wobei bei den größeren Rettungswagen und Notarzt schon einmal hinzugezogen werden mussten. Das Suchen nach Personen verlief immer mit positivem Ausgang. Beide Rettungseinheiten bewerten den Saisonverlauf als ruhig und normal.
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03. Sept.: Das Sonntagskonzert des Passat Chores wird zur Premiere des neuen Chorleiters Michael Cordes, Schuleiter der Stadtschule Travemünde. Er ist Nachfolger von Stephan Martin Fleck, der zehn Jahre lang den Chor geführt und durch eigene Arrangements den besonderen Klangkörper des Chores gestaltet hat. Der Auftakt ist eindeutig mehr als gelungen. Dies bestätigt lang anhaltender Beifall der begeisterten Konzertbesucher.
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04. Sept.: Auch die Saison der Kreuzfahrer neigt sich in Travemünde dem Ende zu. Als letztes Schiff steuert noch einmal die MS Deutschland den Ostpreußenkai an. Auf dem Tagesprogramm der Passagiere steht hierzu: 16:30 Uhr an der Bar zum alten Fritz/Deck 7 (wetterabhängig): Genießen Sie die Einfahrt in den Hafen von Travemünde an Deck! Das Barteam empfiehlt dazu eine frische Erdbeer-Bowle zum Preis von € 3,50. (Quelle MS Deutschland) Nach fünf Stunden verlässt uns das Schiff mit Kurs auf Eckernförde.
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06. Sept.: Unfreiwillig kommt es für viele Fußgänger und Autofahrer zu einer vierzigminütigen Pause in ihrem Alltag. Bei der Deutschen Bahn ist kräftig etwas schief gegangen. Außerplanmäßig müssen die Schranken geschlossen werden. Das führt dazu, dass sie am Teutendorfer Weg gar nicht erst wieder geöffnet werden. Planmäßig kommt ja gleich ein Zug. Der kommt auch, aus Lübeck, und fährt durch. Und er fährt auch wieder nach Lübeck zurück, planmäßig. Züge fahren, Autos nicht. Die Schranken bleiben zu. Den Teutendorfer Weg entlang entsteht eine lange Schlange. An den Schranken stehen viele Fußgänger. Dank der Hilfe der Polizei kommt aber alles wieder in richtige „Bahnen“ und der Alltag kann weiter gehen.
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10. Sept.: Es beginnt so langsam die Jahreszeit, wo Aktivitäten von draußen nach drinnen verlegt werden. Bei vielen zieht jetzt auch die Zeit der Spiele am Familientisch ein. Erfolgreich hat der Verein „Ludo Liubice“ dieses zu einem Vereinszweck gemacht. Im Strandbahnhof finden die „Tage des Gesellschaftsspiels“ statt. Es finden sich viele Freunde des Brettspiels ein. Zum Spielen und zum Ergattern eines neuen Spiels auf dem Flohmarkt. Vielleicht wird diese erfolgreiche Veranstaltung auch zu einem festen Bestandteil des Travemünder Veranstaltungskalenders.
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11. Sept.: Europäische Gemeinsamkeiten in Travemünde. Gäste des Vorstandes der Handwerkskammer Vienne aus Frankreich treffen sich mit Vorstandsvertretern der IHK Lübeck zum Austausch. Beide Vorstände informierten sich gegenseitig über die aktuellen handwerkspolitischen Themen beider Länder. Ebenso wurde die Berufsbildungsstätte Travemünde besichtigt. Die Partnerschaft beide Kammern besteht schon seit über vierzig Jahren.
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14. Sept.: Prof. Dr. Sebastian Jürgens referiert im Ortsrat über die Gegenwart und Zukunft der Lübecker Häfen.
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Eigentlich ist erst in einer Woche Herbstanfang! Aber das Sturmtief Sebastian zieht heute schon mal übers Land und liefert einen Vorgeschmack auf die dritte Jahreszeit. Böen bis zu 8 Bft. Es gibt glücklicherweise keine nennenswerten Schäden. Die Fähren halten den Betrieb aufrecht.
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Siebzig Jahre Schachspiel in Travemünde. Ein beeindruckendes Jubiläum. Am 14. September 1947 gründete man im „Poststüberl“ den Schachclub Travemünde. Stattliche fünfunddreißig Gründungsmitglieder fanden sich ein. Im Oktober 1958 schließt sich der Club dem TSV von 1860 e. V. Travemünde an. Bis heute belegt er dort die erfolgreiche Abteilung Schach.
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16. Sept.: Es findet das zweite Travemünder Familienfest statt. Veranstalter und Organisator ist die Travemünder Jugendrunde. Rund um die St. Lorenz Kirche präsentieren sich Travemünder Vereine und Gemeinschaften, die Freiwillige Feuerwehr, die Stadtschule, der Gemeinnützige Verein zu Travemünde, der Ortsrat und das Team von Radio Travemünde, alle sind dabei. Sie bieten ehrenamtlich Spiel und Spaß für Kinder an. Es entsteht ein „Gute Laune“ verbreitendes Gewusel der Kleinen und Kleinsten. Alle haben Spaß! Groß und Klein. Man sieht nämlich auch Erwachsene wieder zu Kindern und zu eifrigen Spielern werden. Integriert ist die Veranstaltung in das Seebadfest.
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18. Sept.: Die erste Bauphase zur Verlegung des Parkplatzes Baggersand beginnt. Sie wird bis zum Winter dauern. Es wird der Untergrund für die künftigen Parkflächen stabilisiert und die neue Anbindung der Straße „Auf dem Baggersand“ an die Travemünder Landstraße wird vorbereitet. Es folgen zwei weitere Bauphasen bis zur geplanten Fertigstellung des neuen Parkplatzes im Juni 2018.
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Der Verein „Rettet die Passat e. V.“ hat Vertreter des Vereins „Freunde der Viermastbark Peking e. V.“ zu Besuch. Es ist ja nichts Ungewöhnliches, dass zwei Vereine sich zum Erfahrungsaustausch treffen, diesmal ist es jedoch etwas Besonderes, denn beide Vereine haben sich einem großen Projekt verschrieben: Die laufende Pflege und Instandhaltung sowie den touristischen Betrieb einer Viermastbark der Flying P-Liner. Die einen sind schon lange damit beschäftigt; die anderen sind noch am Anfang. Während die „Passat“ Blicke auf sich ziehend in der Trave liegt, liegt die „Peking“ im Trockendock der Peters Werft in Wewelsfleth. Umfangreiche Sanierungsarbeiten warten dort. Sicher führt der Besuch der Vereinsvertreter aus Hamburg zur Vorfreude auf das, was aus ihrer „Peking“ werden kann. Ab 2019 liegen dann wieder zwei der noch vier erhaltenen Flying P-Liner stolz an der Pier: Die „Passat“ in Travemünde und die „Peking“ in Hamburg.
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22. Sept.: Die Zeichen mehren sich. So langsam kommen die Strandkörbe ins Winterlager. Heute beginnt ja auch um 22:02 Uhr der astronomische Herbst.
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Noch eine Baustelle. Die Straße „Am Fahrenberg“ wird voll gesperrt. Tiefbauarbeiten sind notwendig. Die Sperrung dauert bis voraussichtlich Ende Mai 2018.
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23. Sept.: Am Brodtener Hochufer ist kein Segelboot zu sehen. Zu Wasser suchen die „Hans Ingwersen“ der DGzRS und die „Habicht“ der Wasserschutzpolizei das Gebiet ab. Zu Land die Feuerwehr und aus der Luft ein Hubschrauber. Vorausgegangen war die Meldung, dass ein Segelboot gekentert sei. Dem ist Gott sei Dank nicht so. Alle Einheiten können wieder einrücken.
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Noch ein Gast am Ostpreußenkai. Die „Alexander von Humboldt II“ liegt dort zum Crewwechsel.
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Zum dritten Mal erstrahlt der „Travemünder Lichterzauber“ im Godewindpark. Es ist die Nachfolgeveranstaltung des Lichterfestes und sie hat sich fest in den Veranstaltungskalender eingefügt. Einen Tag nach Herbstanfang wird mit fantasievollen Lichtskulpturen, stilvoller Kleinkunst und kreativ illuminierten Bäumen und Büschen der Eintritt in die dunkler werdende Jahreszeit begangen.
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29. Sept.: Das Jahr der Richtfeste. Das Hotel a-ja und das Appartementhaus High End feiern Richtfest.
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Es findet die dritte Jugendklimakonferenz der Nordkirche auf der Passat in Travemünde statt. Sie steht unter der Überschrift WertSchatzOstsee – ValueBaltic. Fünf Tage lang kommen rund 120 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen, um an konkreten Beispielen zum Klimawandel zu arbeiten. U. a. geht es um Themen wie: Leben an der Ostsee, Neue Energien an der Ostsee, Die Ostsee im Klimawandel, Verkehr auf der Ostsee. Mit Referenten u. a. aus Meeres- und Klimaforschung wird sich ausgetauscht. Unter den Teilnehmenden sind auch Jugendliche aus Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen.
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30. Sept.: Rettung muss immer wieder geübt sein. Die Travemünder Seenotretter müssen einem in der Hafeneinfahrt von Niendorf in Not geratenen Kutter zu Hilfe eilen. Dieser hat einen Motorschaden und ist auch noch in Brand geraten. Die „Hans Ingwersen“ braust los. Vor Ort sind auch schon die Niendorfer Jugendfeuerwehr und die Malteserjugend. Der künstlich erzeugte Qualm und die überzeugend angstvollen Schreie der Statisten auf dem kleinen Kutter sorgen für ein realistisches Szenario. Was für die Rettungseinheiten eine wichtige Übung ist, ist für die Zuschauer ein beruhigendes Erlebnis. Denn sie sehen, dass die Rettungseinheiten das können, was sie da üben.
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Die Strandkörbe sind im Winterlager. Das Laub färbt sich gelb und rot. Es wird kühler und früher dunkel. Kinder sammeln Kastanien und Eicheln. Es ist Herbst. Und noch ein untrügliches Zeichen für diese Jahreszeit: Es steigen Drachen am Travemünder Himmel auf. Es ist Drachenfest. Kleine und große Drachen, Drachen in Form von Fantasiegestalten und Comicfiguren, chinesische Drachen. Kurz, alles was es an Drachen gibt, erklimmt die Lüfte am Strand. Der Wind dafür ist günstig.
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