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Wolf-Rüdiger Ohlhoff

Portraits Travemünder Personen

Wolf-Rüdiger Ohlhoff

Veranstaltungsleiter
beim Bereich Kunst und Kultur
der Hansestadt Lübeck

Genannt wird er Wum, der Conferencier, Sänger, Instrumentalist und unentbehrlicher Mann für alle Fälle im PASSAT CHOR der Travemünder Liedertafel von 1843.

Geboren wurde Wolf-Rüdiger Ohlhoff 1944 in Husum, der „Grauen Stadt“ am Meer, in der auch Theodor Storm zur Welt kam und als Dichter der Nordseeküste in die Literaturgeschichte einging. 1950 wechselte die Familie Ohlhoff weiter nach Norden und fand in Bredstedt ein neues Zuhause. Dort besuchte Wolf-Rüdiger die Grundschule, anschließend wechselte er über auf die Husumer Gelehrtenschule für Jungen, die Hermann-Taet-Schule, und ging später auf das Friedrich Paulsen Gymnasium.

Er war während dieser ganzen Zeit „Fahrschüler“ mit allen Belastungen, die dieser Umstand zwangsweise mit sich bringt. Schon frühzeitig wurde man auf seine musikalische Begabung aufmerksam, und er war bald ein wichtiges Mitglied des Schulchores. Von 1965-1968 studierte er an der Lübecker Musikakademie Bratsche und Gesang. Dann wechselte er das Fach und den Ort, der dann zur 2. Heimat wurde. Er volontierte von 1968 bis 1970 im Travemünder Kurhaushotel und stieg anschließend zum Empfangschef im Hansa-Hotel Travemünde auf, das zu den ersten Häusern im Kurort zählte. Auch Adenauer nächtigte in diesem alten Hotel, das leider dem „Maritim“ weichen mußte.

Langsam zeichnete sich der Berufsweg zu seiner heutigen Tätigkeit ab. Vielleicht erinnern sich noch einige Travemünder Bürger oder Kurgäste an den flotten jungen Mann, der von 1971-1975 als Leiter der Gästebetreuung bei der Kurverwaltung immer einen fröhlichen Schnack auf Lager hatte. Außerdem war er zuständig für das Kongreß- und Ausstellungswesen. Von 1975-1979 leitete er die Verwaltung. 1979 wurde Ohlhoff in das Amt für Kultur der Hansestadt Lübeck berufen, wo er auch heue noch als Veranstaltungsleiter tätig ist.

Als „alter“ Chorsänger suchte er in Travemünde sängerischen Anschluß und fand ihn schon bald im Jahre 1971 im Männerchor der Travemünder Liedertafel. Chormeister war damals der Musiklehrer der Stadtschule Alfons Hampel, auf den ich in dem Bericht über „25 Jahre Passat Chor“ noch einmal ausführlich zurückkommen werde.

Der Männerchor, der unter Berthold Mindener schon ordentlich an musikalischem Profil gewonnen hatte, war noch sehr alter Tradition verhaftet. Ehrwürdige Männer, wie der allseits bekannte und verehrte 9Ojährige Präses Hans Lüders, um nur einen Namen zu nennen, hielten noch sehr an historischen Chorgebräuchen fest, was zur Folge hatte, daß junger Nachwuchs nur spärlich vorhanden war. Deshalb war man über den Zugang von Wolf-Rüdiger Ohlhoff außerordentlich erfreut. Er brachte frischen (See)-Wind in die alte Liedertafel, und so ist es nicht verwunderlich, daß nur relativ kurze Zeit nach seinem Eintritt in den Männerchor der PASSAT CHOR und die Gruppe „Danz op de Deel“ entstanden.

Dank seiner musikalischen Erfahrungen, die er im Knabenchor des Hermann Taet-Gymnasiums, später als Mitglied des Kirchenchores in Bredstedt und des Landesauswahlchores der Kirche gesammelt hatte, war er „Blattsinger“, gefragte „Spezialisten“ in allen Laienchören.

Zudem spielte er Bratsche und Posaune. Schon während seiner Schulzeit und in den Chören zeigte sich sein Organisationstalent, das schließlich zu seinem heutigen Beruf führte. Diese beiden Begabungen, die musische und die praktische, machen ihn heute für den PASSAT CHOR unentbehrlich. Dazu kommen noch sein Mutterwitz, seine Liebe zur plattdeutschen Sprache und seine Redegewandheit, die bei allen Konzerten die Würze der Veranstaltung darstellt.

Während ich diese Zeilen schreibe, besucht er mit dem PASSAT CHOR den Norden der USA und Kanada. Wir wünschen ihm noch viele erfolgreiche Jahre zum Wohle des PASSAT CHORES.

Helmuth Wieck

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