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Bürgerpreisträger
des Gemeinnützigen Vereins zu Travemünde e.V.
2014

Bürgerpreisträger des Gemeinnützigen Vereins zu Travemünde e.V. 2014 - Klaus Petersen

Klaus Petersen

engagiert für Travemünde

zum Gedenken

Klaus Petersen hat sich sehr darüber gefreut, dass ihm in diesem Jahr der Bürgerpreis des Gemeinnützigen Vereins Travemünde verliehen wurde. Auch die Jury und alle, die seine kurze Dankesrede während der Versammlung erlebt haben, sind sicherlich froh und dankbar, dass Klaus Petersen diese Würdigung seines Engagements für Travemünde noch kurz vor seinem Tod am 01. Juni 2014  persönlich entgegen nehmen konnte.

Dieses Engagement für und in Travemünde zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Klaus Petersen. Geboren am 1. April 1940, wuchs er in der Fehlingstraße als Sohn eines Maschinenschlossers und einer Weißwäscheverkäuferin auf. An der Travemünder Mittelschule erwarb er 1957 seine Mittlere Reife und absolvierte eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma HATRA.

Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen müssen ihn schon als jungen Menschen ausgezeichnet haben – Eigenschaften, die sich in seinem späteren unermüdlichen Einsatz in den verschiedensten Ehrenämtern wiederfinden. Denn nach seiner Ausbildung studierte Klaus Petersen, verließ die Hamburger Akademie für Gemeinwirtschaft als Diplom-Betriebswirt und studierte danach an der Hamburger Universität Betriebswirtschaftslehre. 1968 machte er dort sein Examen – die studentischen Unruhen der damaligen Tage hat er nach eigenen Angaben nur am Rande wahrgenommen.

Sein politischer Weg war bereits durch eine andere frühe Begegnung mit Konrad Adenauer gebahnt worden, den er bereits 1957 während einer Bundestagswahlveranstaltung in Kiel erlebte. 1963 trat Klaus Petersen in die CDU ein und war viele Jahre lang eine feste Größe in der Lübecker Kommunalpolitik. Die größte Motivation für sein politisches Engagement war sicherlich, dass er seinen Heimatort Travemünde voran bringen wollte. Nicht von ungefähr war es das Thema „Fremdenverkehrsabgabe“, das ihn als bisher verlässlichen Mann im Hintergrund einer breiteren Lübecker Öffentlichkeit bekannt machte. In den Jahren 1997/98 organisierte er den Widerstand gegen die geplante Satzung, die aus seiner Sicht besonders die Travemünder Gewerbetreibenden nachteilig betroffen hätte. Spätestens seit dieser Zeit kannten alle Klaus Petersen als profilierten und sachlich argumentierenden Vertreter Travemündes in der Lübecker Bürgerschaft.

Das politische Ehrenamt hat sicherlich einen großen Raum im Leben von Klaus Petersen eingenommen. Er nahm seine Aufgaben als Bürgerschaftsmitglied, Ausschussvorsitzender oder im Ortsverein ernst und bereitete sich gewissenhaft auf die Sitzungen vor. Auch im TSV Travemünde war er aus sportlicher Verbundenheit als ehemaliger Handballspieler als Schatzmeister aktiv.

Beruflich hatte ihn sein Weg in die Selbstständigkeit als Steuerberater geführt – die Kanzlei selbstverständlich in Travemünde, das Büro mit Blick auf Trave und Hafen. Vielen seiner Klienten mag er auf dem Fußweg zwischen Kanzlei und Zuhause oft begegnet sein.

Berufliches und ehrenamtliches Engagement bildeten einen Schwerpunkt in seinem Leben – darüber hinaus war Klaus Petersen ein Familienmensch, der in seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter immer ein loyales Unterstützer-Team in allen Lebensbereichen hatte.

Werte wie Hilfsbereitschaft und vor allem Ehrlichkeit waren ihm besonders wichtig und wurden in der Familie gelebt.

Klaus Petersen war auch ein optimistischer Mensch, der stets nach vorne schaute. Noch in den letzten Wochen seines Lebens übernahm er die Interims-Leitung des Travemünder Ortsrates – sicherlich typisch für ihn – wenn es um das Wohl Travemündes ging, musste niemand ihn lange um Unterstützung bitten.

Viele Wegbegleiter haben sich in der Travemünder St.-Lorenz-Kirche von Klaus Petersen verabschiedet, viele werden seinen Sachverstand und seine gradlinige Art vermissen. Wir alle werden uns mit Hochachtung an den Travemünder Bürgerpreisträger Klaus Petersen erinnern.

Christine Jaacks-Mirow

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