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2004 – Heft 1 / 318

K R I T I C U S

ist gut in das Jahr 2004 gekommen, im Kreise der Kinder und Enkelkinder hat er um Mitternacht auf das neue Jahr 2004 sein Glas Sekt erhoben und mit allen angestoßen. Dabei haben wir alle gute Wünsche ausgetauscht, noch ein wenig geklönt und sind dann wie üblich, wenn auch etwas später, ins Bett gegangen. Jeder Jahresanfang beginnt traditionell mit guten Vorsätzen, die dann doch höchst selten konsequent in die Tat umgesetzt werden. Daß die meisten dieser fest versprochenen Vorsätze bereits im Vorjahre versprochen worden sind, hat man schlicht vergessen.

Der KRITICUS muß sich in dieser Beziehung allerdings auch an die eigene Nase fassen, denn er hat beileibe nicht alles, was er sich am Anfang des alten Jahres vorgenommen hat, in die Tat umgesetzt. Aber er muß zu seiner Entschuldigung sagen, daß ihm trotz aller guten Vorsätze die sogenannte „Höhere Gewalt“ einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Da haben häufig unvorhergesehene Ereignisse, leider häufig auch traurige, sein Konzept durchkreuzt. Aber auch gute und fröhliche Begebenheiten gehörten zu dieser Sammlung, und da hat der KRITICUS gerne einmal einen Vorsatz zurückgestellt und sich statt dessen über diesen Eingriff in seine ursprünglichen Pläne gefreut. Aber nun stehen wir noch am Anfang des Jahres, und zur Umsetzung der guten Vorsätze bleiben dem KRITICUS noch einige Monate Zeit. Wir sprechen dann Silvester 2004 darüber.

Wie im Vorjahre zur gleichen Zeit, also Ende Januar, freute sich der KRITICUS über die freundliche Begrüßung, die dem am Strandbahnhof ankommenden Fremdling gleich in gute Stimmung versetzt. FROHES FEST wünscht ihm ein mit einem großen Stern verziertes Transparent, das quer über die Bertlingstraße gespannt ist.

Im Januar war aber auch noch die große Weihnachtstanne im vollen Lichterglanz lange Zeit zu bewundern. Der Baum ist ja in diesem Jahr nicht von stürmischen Winden gebeutelt worden und steht so schön fest, daß der KRITICUS vorschlägt, ihn einfach stehen zu lassen, bis ihm die Nadeln abfallen. Dann könnte man diese schöne Tanne mit einigem gärtnerischen Geschick zur Saisoneröffnung zum Maibaum umfunktionieren. Hoffentlich erreicht dieses UT-Heft mit dem preiswerten Vorschlag noch die verantwortlichen Behörden, dann könnte unsere Umweltsenatorin Beate Hoffmann ein Machtwort sprechen. Aber sicher ist beim Erscheinen dieses Heftes alles schon ganz anders. Dann bittet der KRITICUS um Nachsicht.

Eigentlich freut sich der KRITICUS darüber, daß er keine ernsthaften Dinge zur Sprache bringen muß. Er konnte aber von vielen sehr positiven Ereignissen berichten, als da waren die Eröffnung des Casino-Hotels „Vier Jahreszeiten“, der Baubeginn am Kurhaus-Hotel, der Erfolg der „Sand-World“ auf dem Priwall bei herrlichstem Sommerwetter, die Fertigstellung des alten Leuchtturmes, die Einweihung der Vorderreihen-Promenade und etliche andere für Travemünde wichtige Vorhaben. Und es wird weiter gebuddelt und gebaut, z.B. am zweiten Abschnitt der Kurgartenstraße.

Apropos Baustellen. Hier muß der KRITICUS doch noch einmal meckern. Monatelang wird der Verkehr an einer der wichtigsten Kreuzungen durch Baumaßnahmen behindert, nämlich an der Einmündung des Gneversdorfer Weges in die Torstraße. Beinahe bis zum Teutendorfer Weg ist die Straße wegen Bauarbeiten nur begrenzt zu befahren. Besonders die Anwohner werden auf eine echte Geduldsprobe gestellt, weil es solange dauert. Da stehen Bagger und andere Baumaschinen, aber sie stehen eben häufig. Mitunter sieht der mehr oder weniger geduldige Verkehrsteilnehmer ein oder zwei emsige Bauarbeiter im Baustellenbereich herumwerkeln, und da fragt er sich, und das tut auch der KRITICUS: „Geht es nicht ein bißchen schneller?“ An einer solch empfindlichen verkehrsreichen Stelle mit zwei Bahnübergängen im Nahbereich dieser Bauarbeiten darf man nicht kleckern, sondern muß klotzen, damit so schnell wie möglich wieder normale Verhältnisse eintreten, sowohl für die Verkehrsteilnehmer, wobei die Radfahrer besonders gefährdet sind, als auch für die genervten Anwohner. Der KRITICUS weiß aus Gesprächen mit Fachleuten, daß bei entsprechendem Einsatz von Maschinen, Facharbeitern und Ingenieursaufsicht bei guter Planung die Baustelle der Vergangenheit angehören müßte. Aber sicher geht es, wenn die winterliche Witterung es zuläßt, bald mit Volldampf weiter. Das hofft natürlich auch der

KRITICUS.

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