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Travemünder Notizen

Heft 1 / 306  Januar – März 2001

Zum 1. Bürgerstammtisch des GVT im neuen Jahr am Dienstag, den 19. Januar 2001 referierte Frau Anke Seeberger vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Freunden (mit der Nennung der männlichen Form sind auch im Folgenden stets Frauen und Männer gleichzeitig gemeint) des GVT über die „Agenda 21“. Frau Seeberger ist Projektleiterin der „Lokalen Agenda 21 Lübeck“. Auch in Travemünde sammelte sie Projektvorschläge. Jeder Travemünder soll so die Möglichkeit bekommen, an der Erstellung einer Vorschlagsliste für die zukünftige Entwicklung des Ortes mitzuwirken. Sie soll dann eine Art „Tagesordnung für das 21. Jahrhundert“ sein. Die Travemünder beteiligten sich rege und schlugen viele Themenbereiche vor. Die schnell gebildeten Arbeitsgruppen sollen dann die Ergebnisse ihrer Überlegungen beim nächsten Bürgerstammtisch am 13. Februar 2001 vorlegen.

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Der Tagespresse vom 16. Januar 2001 konnten wir entnehmen, daß die Kieler Landesregierung grünes Licht für den Neubau eines Krankenhauses in Travemünde gegeben hat. Diese Klinik soll das Priwall-Krankenhaus ersetzen, da eine Modernisierung der alten ehemaligen Kasernen zu teuer werden würde. Lassen wir uns überraschen. Die Priwallbewohner sind nicht gerade begeistert.

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Ebenso für Diskussionen sorgte der Beschluß der Bürgerschaft, auf dem Priwall einen Ferienpark für 100 Mill. DM bauen zu lassen. Der Stadtzeitung vom 30. Januar entnehmen wir, dass das Konzept der mit der Planung und Realisierung beauftragten Sarcon-Gruppe aus Hamburg einen in fünf Bereiche gegliederten Ferienpark vorsieht mit Wohnanlagen, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungseinrichtungen, eine Marina mit Yacht-hafen und selbstverständlich mit Geschäften und Restaurants. Baubeginn soll im Jahre 2002 sein und bereits zwei Jahre später wird mit der Eröffnung gerechnet.

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Am 25. Januar trafen sich Travemünder Bürger zum 3. Hafenstammtisch im Seafood Restaurant Gorch Fock. Es wurde heftig über unsere alte Lady Passat diskutiert, die bald 90 Jahre alt wird. Die Frage war: „Soll sie noch einmal auf große Fahrt gehen oder ihren wohlverdienten Ruhestand als Museumsschiff im Priwallhafen beibehalten?“ Einigkeit wurde nicht erzielt.

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Was des einen Freud ist des anderen Leid: Das Land stoppt das Verfahren zum Ausbau des Skandinavien-Kais, weil die Gegner der Planung der Lübecker Bauverwaltung Formfehler beim Planfeststellungsverfahren vorwerfen. Dazu noch folgende Meldung: Die geplante Stillegung der Bahnstrecke bis Travemünde ist vom Tisch. Die Züge fahren weiter bis zum Strandbahnhof, allerdings beim Skandinavienkai auf verlegten Gleisen, vorausgesetzt, dass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

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Leider ist der Ostpreußenkai noch nicht als Anlieger für Kreuzfahrtschiffe vorbereitet, so dass die MS Black Watch am 19. Juli und die uns schon bekannte MS Oriana am 8. September noch am Skandinavienkai festmachen werden. An Travemünde vorbei nach Lübeck fahren auch u.a. die MS Europa und die MS Hanseatic. Auch der Luxus-Fluß-Kreuzfahrer MS Königstein der Neustädter Deilmann Reederei wird von Potsdam kommend Lübeck besuchen.

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Die dem GVT eng verbundene Travemünder Handwerkergemeinschaft kann auf über 20-jährigen erfolgreichen Einsatz für Travemünde zurückblicken. Bei ihrer Hauptversammlung am 11. Jan. 2001 konnte der 1. Vorsitzende des GVT Richard Schrader eine Spende von 2000 DM aus dem Erlös des Nikolausmarktes dankend entgegennehmen.

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Im Rahmen der Einsparungsmaßnahmen, die Bürgermeister Saxe der Bürgerschaft vorgeschlagen hat, sollen alle Straßenbauprojekte in Travemünde vorerst eingestellt werden.

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Am 1. Februarwochenende (2. – 4.2.01) hat die Brücke im Godewindpark ihre erste Bewährungsprobe glänzend bestanden, allerdings nicht als Fußgängerübergang zur Gewässerüberquerung, sondern als Anfängerloipe für Jungrodler. Dank ihres Steigungswinkels und der Schneedecke von 3 cm (etwas vereist) übten Mitbürger im Alter von 3-6 Jahren unter Anleitung ihrer elterlichen Trainer erste Übungsabfahrten mit dem Rodelschlitten. Sie erreichten beachtliche Geschwindigkeiten bei kaum meßbaren Zeiten.

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