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Travemünder Notizen

Heft 4 / 325  Oktober – Dez 2005

Am 10. August wurden in der Stadtschule Travemünde und in der Grundschule Steenkamp die Schulanfänger in den Kreis ihrer schon älteren Mitschüler aufgenommen. In der St. Lorenz-Kirche fanden für beide Schulen Einschulungsgottesdienste statt, an denen viele Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde der Familien teilnahmen.
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Vom 10. bis 20. August trafen sich junge und alte Rettungsschwimmer zu der Europameisterschaft der Rettungsschwimmer in Lübeck und Travemünde.
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Zum 81. Geburtstag des verstorbenen Senators Paul Brümmer wurde am 16. August die Paul-Brümmer-Straße offiziell eingeweiht. Die Witwe Frau Lotti Brümmer, der Ortsrats-Vorsitzende Richard Schrader und der Bürgermeister Bernd Saxe enthüllten feierlich das erste Straßenschild.
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Am 17. August diskutierte das Literarische Quartett über vier der klassischen Erzählungen von Thomas Mann. Seine Bewunderer waren als Gesprächspartner Marcel Reich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Iris Radisch und Robert Gernhardt.
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Das Lichterfest verwandelte den Godewindpark am Sonnabend, den 20. August zum 19. Mal in ein funkelndes Lichtermeer. Travemünder Vereine und Gastronomen luden unter Federführung des Kurbetriebes Travemünde zum Laternenumzug und einem bunten Abendprogramm mit tausend Lichtern, Musik und Feuerwerk ein.
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Ebenfalls am 20. August konnte man auf Einladung der SAND WORLD an einer Sunset-Session “l’été abstrait” folgen oder um 20 Uhr einer Abendmusik bei Kerzenschein in der St. Lorenz-Kirche lauschen.
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Ab dem 22. August ist Travemünde von Lübeck aus über die alte B75 nicht mehr zu erreichen. Sie wird wegen des Ausbaus des Skandinavienkais für den Durchgangsverkehr gesperrt. Travemünde ist in Zukunft nur noch über die neue B75 mit dem Gneversdorfer Weg oder über Ivendorf zu erreichen. Die Ivendorfer sind darüber nicht begeistert.
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Das größte Schiff, das jemals Travemünde angelaufen hat, war am 21. und 22. August mit rund 2000 meist britischen Passagieren zu Gast. Die „Arcadia“ ist mit 83.000 Tonnen Bruttoraumzahl (BRZ) das größte Schiff der britischen P&O-Reederei. Sie legte am Skandinavienkai an.
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Travemünde war in diesem Jahr Zielhafen der Baltic Sail. Mehr als 30 traditionsreiche Segelschiffe liefen Travemünde an und waren vom 25. bis 28. August zu Gast in Travemünde. Umrahmt wurde das maritime Ereignis von einem umfangreichen Landprogramm.
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Am 25. August legte das ZDF-Traumschiff, das Flaggschiff der Neustädter Deilmann-Reederei, die MS Deutschland, am Skandinavienkai an.
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Am 26. August wurde nach knapp vierjähriger Bauzeit der Lübecker Herrentunnel mit einem feierlichen Festakt dem Verkehr übergeben. In den ersten Tagen funktionierte die Mautanlage noch nicht, so daß die Benutzer während dieser Zeit den Tunnel kostenlos durchfahren konnten.
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Am 27. August baten die Veranstalter der SAND WORLD zum Tanz. „Nights of Lights“, ein märchenhafter Sommernachtstraum mit großem Feuerwerk erfreute die zahlreichen Besucher. Wer es besinnlicher haben wollte, besuchte um 20 Uhr die Abendmusik beim Kerzenschein in der St. Lorenz-Kirche.
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Am 9. September entnehmen wir den LN, dass sich bei dem Streit um den Wanderweg auf dem Priwall ein Kompromiß abzeichnet. Der alte Weg ist jedenfalls wieder legal zu benutzen. Leider wurde das Stück mit dem Blick über die Pötenitzer Wieck noch nicht freigegeben.
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Der im vorigen Heft angekündigte Flohmarkt auf dem Hof der Stadtschule Travemünde, der am 3. September stattfand, war ein voller Erfolg.
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Am 4. September beendete die SAND WORLD mit einem Sunday Barbecue die Saison 2005. Etwa 297.000 Besucher erfreuten sich an den Sandskulpturen aus der Märchenwelt. Am darauffolgenden Montag wurde die SAND WORLD noch einmal zum Anfassen für Blinde und Sehbehinderte geöffnet, bevor die Bagger die kunstvollen Figuren aus Sand zerstörten
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Vom 8. bis 11. September war die Segelweltelite zum Volvo Champions Race nach Travemünde gekommen. Es waren Wettfahrten zum Anfassen, weil die Katamarane dicht vor dem Kurstrand segelten.
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Am 24. September wurde das Priwall-Krankenhaus geschlossen und die SANA Praxisklinik Travemünde mit einem feierlichen Festakt am 23. September und einem Tag der offenen Tür am 24. September der Bevölkerung übergeben.
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Vor genau 50 Jahren, am 25. September 1955, ging die „Passat“ zum letzten Mal auf große Fahrt und lief aus Travemünde aus. Knapp drei Jahre hatte die Viermast-Bark in der Travemünder Siechenbucht gelegen, bevor sie noch einmal seetüchtig gemacht werden konnte. Am 10. März 1956 traf das Schiff dann nach einer 53-tägigen Reise von Argentinien kommend wieder in Hamburg ein. Sie segelte noch einige Male nach Südamerika. Nach dem tragischen Untergang der „Pamir“ am 21. September 1957 geriet die „Passat“ selbst in Seenot und wurde anschließend stillgelegt.
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Vom 27. September bis zum 8. Oktober feierte das Kaufhaus Matzen seinen 60. Geburtstag. Einige alte Travemünder erinnern sich noch an die Geburt mit einem kleinen Zimmergeschäft in der Fehlingstraße.
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400 Ehrengäste kamen am 28. September zur Eröffnung des neuen A-ROSA Travemünde im historischem Kurhotel nach Travemünde, um die 21.700 Quadratmeter große Anlage an der Außenallee mit der 4500 Quadratmeter großen Wellness-Anlage zu besichtigen.
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Am 30. September teilen uns die LN mit, dass die Fahrpreise für die Priwallfähre erhöht werden sollen. So soll z. B. ein Fußgänger 10 Cent mehr bezahlen und für sein Fahrrad, das er bisher umsonst mitführen durfte, muß er nun 40 Cent entrichten.
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Ein Goldener Oktober erfreut die Menschen. Mit 19 Grad im Schatten begann er, und die Sonne schien bis zum 20. Oktober unentwegt, so dass sogar die letzten Strandkörbe ständig besetzt waren.
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Am Abend des 7. Oktober wurde die Rossmann-Filiale in der Vorderreihe von zwei bewaffneten und maskierten Männern überfallen. Trotz des Einsatzes von sieben Streifenwagen konnte ihnen die Flucht gelingen.
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Die LN berichteten am 12. Oktober, dass die Spielbank-Schleswig-Holstein GmbH die Öffnungszeiten des Travemünder Casinos kürzen und andere Einsparungen vornehmen will. Die Mitarbeiter sorgen sich um die Zukunft der traditionsreichen Spielbank.
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Am 13. Oktober erfahren wir aus den LN, dass das Archiv der Hansestadt Lübeck als Band 19 der „Kleinen Hefte zur Stadtgeschichte“ die Chronik „Travemünde – Vom Fischerort zu See- und Kurbad“ herausgegeben hat. Der Autor Dr. Thorsten Albrecht berichtet auf 320 Seiten über die historische Entwicklung unseres Städtchens. Das Buch erschien bei dem Verlag Schmidt-Römhild und ist für 15 Euro im Buchhandel zu erwerben.
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Am 13. Oktober mußten die Travemünder Abschied nehmen von der beinahe 400 Jahre alten Ulme am Leuchtturm. Es stand ja nur noch der von Efeu begrünte tote Stamm, und der brach nun zusammen.
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Am 19. Oktober hatte der Gemeinnützige Verein zu der beliebten Nachmittagsveranstaltung „Kaffee und mehr“ eingeladen. Rudi Lichtenhagen informierte die zahlreichen Gäste über Probleme und Planung in Travemünde. Bei der anschließenden Diskussion wurde mit kritischen Anmerkungen nicht gespart.
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Unter der Überschrift „Travemünde: Das Parken wird teurer und moderner“ erfahren wir aus den LN vom 19. Oktober, daß die Bauverwaltung der Hansestadt plant, auf den Parkplätzen am Baggersand und Godewindpark ab 2006 Parkgebühren zu erheben. Da auf dem Baggersand-Parkplatz viele Mitarbeiter Travemünder Geschäfte und Firmen, auch auf dem Priwall ansässige, parken müssen, ist mit Protesten zu rechnen. Neue gebührenpflichtige Stellflächen soll es auf dem Fährvorplatz geben. Der große Parkplatz am Kowitzberg wird weiterhin gebührenfrei bleiben.
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Am Anfang der Vorderreihe und dem Vorplatz der Priwallfähre wird immer noch gearbeitet. Für die Verkehrsteilnehmer sind damit viele Unbequemlichkeiten verbunden.
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