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Travemünder Notizen

Heft 4 / 380  Oktober bis Dezember 2019

05.–09. Juli 2019: An der Strandpromenade schaut ein Seemann am Ruder seines Schiffes auf die Lübecker Bucht. Es ist eine große Sandskulptur, geschaffen von Künstlern der Sandskulpturen-Ausstellung.

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Ein neues Fortbewegungsmittel: Der E-Roller. Diese können nun auch bei uns ausgeliehen werden. Sie haben eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Selbstverständlich gilt auch für diese Fahrzeuge die Straßenverkehrsordnung. Gehwege, Fußgängerzonen und Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung sind für die kleinen E-Roller tabu, ein Fahren auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen ist erlaubt.

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Auf ihrem Weg von Rostock nach Travemünde bricht an Bord der “Peter Pan” im Maschinenraum ein Feuer aus. Die Besatzung bekommt das Feuer gelöscht und die Lage in den Griff, die Peter Pan ist aber manövrierunfähig. Mit Hilfe von Schleppern wird sie nach Travemünde geschleppt. Für die 278 Passagiere und die 51 Mannschaftsmitglieder geht alles gut aus.

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14.–21. Juli: Neuer Name für die “Waterfront”. Der touristische Komplex heißt nun “Beach Bay”.

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Aus der St-. Lorenz-Kirche senden NDR und WDR ihren Radiogottesdienst. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von der St.-Lorenz-Kantorei.

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Während der 130. Travemünder Woche herrscht bestes Wetter. Nur an einem Abend zieht eine breite Gewitterfront mir Starkregen und heftigen Windböen über Travemünde. Dabei wird ein Zelt umgerissen. Zum Glück kommt niemand zu Schaden.

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Im Rahmen der Travemünder Woche findet wieder der Seemannsgottesdienst statt. Auch bei uns wohnen Seeleute und deren Angehörige, die diesen Gottesdienst immer gerne wahrnehmen. Ein herrlicher Anblick auf der Trave: Die beiden Oldtimeryachten „Cintra“ (Baujahr 1909) und die „Trivia“ (Baujahr 1937) segeln die Rotspon-Regatta. Seit 2004 findet diese Regatta wieder statt. Diesmal gewinnt die Finanzministerin des Landes, Frau Monika Heinold. Sie ist die zweite Frau, welcher das gelingt. Vor ihr trat allerdings nur eine Frau in Person der ehemaligen Kieler Oberbürgermeisterin, Susanne Gaschke im Jahr 2013 an. Dem Bürgermeister gelingt es nur den zweiten Durchgang für sich nach Hause zu bringen. So geht nach drei Jahren der Cup wieder nach Kiel.

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27.–31. Juli: Die DLRG hat viel Arbeit. Sie muss die rote Flagge – absolutes Badeverbot- setzen. Ostwind führt zu einer starken Unterströmung. Das ist regelmäßig der Fall. Einheimische wissen das. Viele Badegäste aber ignorieren die Flagge und müssen aus dem Wasser gepfiffen werden.

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Die Hansestadt Lübeck ruft den Klimanotstand aus. U. a. bedeutet dies für Travemünde, dass man eine Gästecard entwickeln will, die als Anreiz dienen soll den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Man verspricht sich eine Minimierung des touristischen Individualverkehrs, welche zur Entlastung der innerörtlichen Straßen führen würde.

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Zum vierten Mal seit 2017 läuft die unter schwedischer Flagge fahrende MS Birka Travemünde an. Mit ihren 177 m Länge und 28 m Breite liegt sie am Ostpreußenkai. Zugelassen ist das Schiff für 1.800 Passagiere.

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Ein weiteres Kulturdenkmal für Travemünde. Das vor 45 Jahren fertiggestellte “Maritim Hotel und Residenzanlage” wird unter Denkmalschutz gestellt.

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03.–06. Aug.: Über Elbe und Elbe-Lübeck Kanal führt sie ihr Weg bis hin nach Travemünde. Klein, aber oho. Die Dampfpinasse „Mathilda“ aus Hamburg. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 9 km/h eine beschauliche Reise. In Finnland wurde sie 1996 nach einer historischen Vorlage von 1912 gebaut.

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Das Holstentor-Boule-Turnier findet zum 28. Mal statt. 1.200 Spielerinnen und Spieler treten an. International und zum Teil hochrangig besetzt kommen sie aus Frankreich, Belgien, Spanien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Holland, Ungarn, Schweiz, Madagaskar, Tunesien und den USA. Das Turnier hat sich zu Deutschlands größtem Boule-Turnier entwickelt.

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Um eine Strecke vom Ratzeburger See durch die Wakenitz bis nach Travemünde (mit einem kleinen Umstieg am Falkendamm) zu schwimmen, muss man wohl schon eisern sein! Eisern wie der Ironman Ullrich Stegemann. Um 02:15 Uhr startet er. Um 18:30 bekundet er seine Ankunft mit einer Handberührung des Ruders der Passat. Er ist u. a. beim Ironman in Hawaii 5x ins Ziel gekommen.

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Tag der offenen Tür bei der DGzRS in Travemünde. Das Seenotrettungsboot Hans Ingwersen hat zur Besichtigung geladen. Im Jahre 2000 wurde das Boot in Dienst gestellt. Es ist 9,41 m lang und 3,61 m breit. Mit einer Maschinenleistung von 320 PS hat es jeden Punkt in seinem Revier bei einer Höchstgeschwindigkeit von 18 kn (33 km/h) schnell erreicht. Das Revier umfasst vor allem die innere Lübecker Bucht bis zum Ostseebad Boltenhagen im Osten und bis zur Hafenstadt Neustadt in Holstein im Nordwesten. Die Station hat 20 freiwillige Seenotretter*innen.

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10.–18. Aug.: Bei der DLRG ist der NDR. Die Kameraleute begleiten die Retter*innen für eine Reportage bei ihrer täglichen Arbeit. Entlang des Gebietes von der Nordermole bis zum Brodtener Steilufer wachen ca. 18 Rettungsschwimmer*innen über den Strand.

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Dieses Jahr findet die Beetle Sunshinetour wieder statt. Rund 500 Beetle und Käfer sind gemeldet.

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Das traditionelle Handwerkerfest lockt wie immer viele Einwohnerinnen und Einwohner an, bei vielen steht der Termin fest im Jahreskalender. Man trifft sich auf dem alten Marktplatz um sich miteinander bei Speis’ und Trank zu unterhalten und zu feiern. Auch für ein buntes Rahmenprogramm hat die Handwerkergemeinschaft wieder gesorgt.

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Das „Traumschiff“ läuft Travemünde an. Die unter der Flagge der Bahamas fahrende „Amadea“ legt am Kai an. Auf dem Landprogramm stehen heute folgende Punkte: Schwerin mit Schloss, Landschaftsfahrt nach Timmendorfer Strand, Fahrradtour und ein Travemünde Rundgang.

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22.–28. Aug.: Das 121 Jahre alte Gebäude der Gaststätte „Hein Mück“ (liebevoll auch im Volksmund Pappschachtel genannt) kommt auf die Denkmalschutzliste der Hansestadt Lübeck. Als 1898 die Gaststätte “Hein Mück” gebaut wurde, tat sich Einiges in Travemünde. U. a. begann man mit der Errichtung der Strandpromenade. Die erste Norderfähre wurde eingesetzt. Sie war noch ein Ruderboot.

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Die Besatzung der „Hans Ingwersen“ hat viele Einsätze. Dieses Mal hat sie es bei ihrem Rettungseinsatz einmal nicht mit einem Segler oder Motorboot, sondern mit einem kleineren Fischerboot zu tun. Dieses ist am Priwallstrand aufgelaufen und wird in kurzer Zeit wieder flott gemacht.

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Die „Deutschland“, aus Eckernförde kommend, legt für ein paar Stunden am Ostpreußenkai an. Es sind drei Stunden Zeit für mehrere Angebote im Rahmen des Landprogramms. Dann wird abgelegt und es geht weiter nach Rønne auf Bornholm.

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04.–10. Sept.: Von Verwunderung über Empörung bis hin zu humorvoller Betrachtung schaffen es Sitzbänke an der Kaikante zwischen Ostpreußenkai und Priwallfähre. Es ist ein Rätsel. Einige der Bänke, vor denen Boote im Wasser schaukeln, haben die Rückenlehne derart angebracht, dass man nicht auf das Wasser schauen kann. Dies ist aber am Wasser eine beliebte Freizeitgestaltung von Einheimischen und Gästen. Die Bänke schaffen es bis ins Fernsehen. Auch hier ernsthaft, aber auch ironisch betrachtet.

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Die „Seabourn Ovation“ macht am Skandinavienkai fest. Mit ihren 210 Metern Länge ist sie für den Ostpreußenkai zu lang. Sie ist das erste Mal in Travemünde. An Bord finden 600 Passagiere Platz. Für deren Wohl stehen 400 Crewmitglieder bereit.

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Der  Ausschuss der Bürgerschaft für Wirtschaft und den Kurbetrieb Travemünde beschließt: Es soll geprüft werden, ob es umsetzbar ist während der Travemünder Woche den ÖPNV für Einheimische und Touristen kostenlos zu gestalten. Ebenso soll auch eine erhöhte Taktung in diesem Zeitraum geprüft werden.

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13.–20. Sept.: Im Ortsrat ist wieder das Stadtteilbüro Thema. Stadtverwaltung, Schule und Schulrat werden sich nicht einig, wie die Einrichtung im Bereich des Kurbetriebs umgesetzt werden kann. Das Warten auf eine Entscheidung hat noch kein Ende.

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Den Bänken an der Trave (welche ja schon im Fernsehen zu sehen waren) wird zu Leibe gerückt. Waren die Lehnen vorher dem Lande zugewandt, sind sie nun ganz entfernt worden.

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Ein Anblick aus alten Seefahrertagen: Die 63 Jahre alte „MS Nordstjernen“ liegt am Ostpreußenkai. 56 Jahre fuhr sie den Postliniendienst auf der Hurtigrute. Damit hat sie die längste Dienstzeit aller Hurtigrutenschiffe hinter sich. Heute ist sie ein Denkmal. Die oberste norwegische Denkmalschutzbehörde stellte die „Nordstjernen“ unter uneingeschränkten Denkmalschutz als besonderes Beispiel für das Schiffsdesign der 50er Jahre, das in vielen Bereichen noch auf Entwürfe der 30er Jahre und der Dampfschiffszeit zurückgeht.

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22.–30. Sept.: Aufregung in der Vorderreihe. Eine Rauchsichtung wird der Feuerwehr gemeldet. Diese rückt sofort aus und findet die Ursache. Ein auf dem Herd vergessenes Essen. Dank der Feuerwehr Travemünde geht alles glimpflich aus.

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Nochmal ist das Fernsehen in Travemünde. Dreharbeiten für einen Krimi im ZDF finden vorm Atlantic Grand Hotel statt. U. a. wirkt als eine der Hauptdarstellerinnen Hannelore Hoger, bekannt auch aus vielen Fernsehproduktionen, im Film mit.

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Das verstärkt aufkommende Problem Ehrenamtliche für Tätigkeiten in Vereinen und Organisationen zu finden, hat nun auch leider den Kiwanis-Club Travemünde getroffen. Er muss sich auflösen. Die aktiven Frauen haben in fast zwanzig Jahren Veranstaltungen aller Art, vom Adventsbasar, Kinderfesten bis hin zu Flohmärkten und vielem mehr durchgeführt. Die somit eingenommen Spenden wurden unter anderem an die Jugendfeuerwehr Travemünde, das Haus der Jugend sowie andere Einrichtungen im Seebad gegeben.

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