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evangelische Krankenhaushilfe Travemünde

25 Jahre
EVANGELISCHE KRANKENHAUSHILFE

Evangelische und ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe
in Travemünde

Besser bekannt sind die Mitarbeiterinnen dieser gemeinnützigen Organisation als GRÜNE DAMEN, wegen des hellgrünen Kittels, den sie tragen. Begonnen hat alles schon vor fast 40 Jahren. Frau Brigitte Schröder, die Frau des damaligen Außenministers, hatte das Wirken dieser Gruppen in den USA kennengelernt. Die ersten deutschen GRÜNEN DAMEN begannen 1968 mit ihrer Tätigkeit am Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf. 1971 wurde eine Gruppe in Köln aus der Taufe gehoben, 1972 begannen die GRÜNEN DAMEN, wie sie nun schon genannt wurden, mit ihrer segensreichen Arbeit am Johanniter-Krankenhaus in Bonn. Die erste ökumenische Gruppe wurde 1974 gegründet.

Sehr schnell breitete sich die Idee der ehrenamtlichen Hilfeleistung über ganz Deutschland aus, vorerst natürlich nur in der alten Bundesrepublik. 1999 gab es EKH-Gruppen in 400 Krankenhäusern und 285 Altenheimen mit 10.556 Mitarbeiter, darunter 430 männliche Helfer.

Am 1. Advent 1980 nahm Pastor Engel mit fünf Frauen die Besuchstätigkeit in Travemünde auf, nachdem eine mehrwöchige Schulung stattgefunden hatte. Als Pastor Engel zu einem anderen Dienst berufen wurde, übernahm Liesel Wieck die Gruppe.

Sehr schnell gewannen die GRÜNEN DAMEN das Vertrauen der Ärzte, Schwestern und Pfleger im Priwall-Krankenhaus. Alle vier Stationen wurden zwei- bis dreimal in der Woche besucht. In jedem Krankenzimmer wurde nach Wünschen gefragt und Gespräche angeregt. Bald stellten sich mehr Frauen als GRÜNE DAMEN zur Verfügung, so daß die Kranken öfter besucht werden konnten. Die Patienten freuten sich über diese Besuche.

1987 fanden erste Gespräche mit Frau Papst von der CARITAS statt, die ein Altenheim an der Rose plante. 1988 wurde das Haus Birgitta fertiggestellt, GRÜNE DAMEN halfen bei den ersten Umzügen und begannen auch dort mit dem Besuchsdienst.

Einmal im Monat finden Zusammenkünfte aller Grünen Damen statt, die der Aussprache und der Fortbildung dienen.

Mit dem Bau der Seniorenheime Rosenhof und Ostseestraße im Pommernzentrum vergrößerte sich das Betreuungsgebiet, die Gruppe wuchs auf vierzig Frauen an, ein Herr hatte sich auch zur Verfügung gestellt.

Inzwischen hatte sich das Problem ergeben, daß aus dem Krankenhaus entlassene Patienten noch praktische Hilfe benötigten. Die Nachbarschaftshilfe entstand, die heute auch einsamen und alten Menschen angeboten wird. Hier bewährt sich die enge Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Sozialstation in der Fehlingstraße.

Die Anerkennung der GRÜNEN DAMEN bei den Travemündern und das gute Gefühl, etwas Vernünftiges und Schönes zu tun, die Helferinnen und Helfer so viel Freundlichkeit und Dankbarkeit zurückbekommen, macht die ehrenamtliche und freiwillige Arbeit für den kranken oder hilfsbedürftigen Mitmenschen so zufriedenstellend und empfehlenswert.

Liesel Wieck hat aus Altersgründen die Leitung der Gruppe an Christa Krause übergeben. Der Weiterbestand der Gruppe ist also auch nach dem silbernen Jubiläum gesichert.

Wir gratulieren den GRÜNEN DAMEN der Evangelischen Krankenhaus- und Nachbarschaftshilfe ganz herzlich zu diesem Geburtstag und wünschen weiterhin viel Freude und Anerkennung bei ihrer segensreichen Arbeit zum Wohle Travemünder Bürgerinnen und Bürger.

Helmuth Wieck

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